Die gesetzlich mögliche Ausschüttungsquote für den Sparkassen-Gewinn soll auch für die Sparkasse Gera-Greiz stärker ausgeschöpft werden.
Gera. Die von Geras Finanzbürgermeister Norbert Hein (CDU) gestartete Initiative, dass künftig die gesetzlich mögliche Ausschüttungsquote für den Sparkassengewinn auch für die Sparkasse Gera-Greiz ausgeschöpft wird, ist nach Auffassung von René Gäbler, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Gera-West, richtig und findet die Unterstützung der SPD. Damit reagiert er auch auf von Dr. Viola Hahn geäußerte Kritik am Schreiben von Hein an die Kreisräte des Landkreises.
Hein habe völlig zu recht erkannt, dass es bei der maximal zulässigen Gewinnausschüttung nicht darum geht, die Sparkasse zu schröpfen oder gar in Schieflage zu bringen. "Es geht um das Geld der Gesellschafter, es geht einzig um die finanziellen Interessen der Kommune", erläutert René Gäbler.
Wenn die Greizer Landrätin Schweinsburg diesen Brief nun zum Anlass nahm, im Kreistag einen Beschluss herbeizuführen, welcher sich Einmischung aus Gera verbittet, dann zeige sich, so Gäbler, dass gegen die eigenen finanziellen Interessen gehandelt werde, wenn es nur der Stadt Gera nicht nützt. Jeder Euro weniger Gewinnausschüttung der Sparkasse bedeute eine höhere Kreisumlage für die Kommunen im Landkreis, sei er überzeugt.
OB-Kandidatin Viola Hahn mache Wahlkampf gegen den Amtsinhaber, aber überraschenderweise auch gegen den kommunalpolitischen Sachverstand des Finanzbürgermeisters, der das Parteibuch der sie ebenfalls unterstützenden Partei besitzt, meint Gäbler.
Quelle: 02.03.12 / OTZ