Zum 104. Internationalen Frauentag fordert SPD - Vorsitzende Melanie Siebelist die Frauen in Gera auf, sich für die eigenen Rechte einzusetzen. "Frauen haben das gleiche Recht wie Männer politisch aktiv zu sein und sich in die Bestimmung gesellschaftlicher Prioritäten einzumischen. Wenn sie dieses Recht wahrnehmen, können sie viel Gutes bewirken", so Siebelist.
Zwar sei es so, dass lange Besprechungen und langwierige politische Prozesse viele Frauen mit begrenztem Zeitbudget abschrecken. Dennoch sei es wichtig, sich eine Meinung zu aktuellen Diskussionen zu bilden und Beteiligungsmöglichkeiten zu nutzen.
"Politik wird nicht immer, aber oft besser, wenn sich viele mit ihren Hinweisen einbringen." Das gelte vor allem für Dinge, die vorrangig Frauen betreffen. "Selbst der gutwilligste Mann kennt viele Erlebnisse von Frauen nur aus Erzählungen. Deshalb sollten Frauen sich auch selbst für eine gut bezahlte Arbeit und eine familienfreundliche Stadt einbringen. Parteien und Gewerkschaften sind Organisationen, mit denen Frauen ihre Interessen vertreten können. "
So sei es wichtig, betrieblicher Willkür einen Betriebsrat und einen Tarifvertrag entgegenzusetzen. Auch von der Einführung des flächendeckenden, allgemeinen Mindestlohns profitierten am meisten ostdeutsche Frauen. Denn zwei Drittel der Erwerbstätigen im Niedriglohnsektor sind weiblich. "Der Mindestlohn kann nur der erste Schritt gewesen sein. Frauen brauchen einen Rechtsanspruch auf Rückkehr aus der Teilzeit und verbindliche Ziel- und Zeitvorgaben in Betrieben für transparente und faire Aufstiegschancen", so Siebelist. Die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen in Deutschland müsse dringend minimiert werden.
Am diesjährigen Frauentag verteilen SPD-Mitglieder in Gera Tüten mit kleinen Aufmerksamkeiten an Frauen.