SPD-Wirtschaftspolitiker Wolfgang Lemb begrüßt die heute auf den Weg gebrachte Initiative der Bundesregierung, wonach künftig ein Kreditmediator zwischen Banken und Unternehmen bei der Vermittlung von Krediten für den Mittelstand helfen soll.
„Das ist ein wichtiger Schritt, um die drohende Kreditklemme von den Unternehmen abzuwenden“, sagt Lemb. Der Wirtschaftspolitiker verweist in diesem Zusammenhang auch auf das Ergebnis des heute in Berlin vorgestellten „Deutschen Mittelstands-Barometers 2009“. Danach sei die Lage des Mittelstands „alarmierend“, vor allem im Hinblick auf die Liquidität der Unternehmen.
Der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion weist darauf hin, dass Thüringen „Mittelstandsland“ sei und Thüringer Unternehmen deshalb dringend Hilfe bräuchten. „Die Industrie, vor allen Dingen das verarbeitende Gewerbe, stehen vor einem massiven Stellenabbau, sofern hier nicht zügig gegengesteuert wird“, sagt er. „Deshalb begrüßt die SPD-Fraktion alle Maßnahmen, die den Unternehmen in dieser schwierigen Phase helfen.“ Handlungsbedarf sieht Lemb auch bei den Zinskonditionen, die mit teilweise mehr als 12 Prozent alles andere als unternehmensfreundlich seien.
Zielgerichtete Hilfe könne auch vom Wirtschaftsfonds Deutschland kommen, der mit 17,5 Milliarden Euro kleinen und mittleren Unternehmen aus der Kreditklemme helfen könne. Lemb: „Allerdings muss das Geld auch bei den Unternehmen ankommen. Die Bedingungen für die Vergabe müssten deshalb überprüft und gegebenenfalls geändert werden.