Mit Blick auf die Offenlegung eines Restrukturierungsplans für Opel durch GM diesen Freitag fordert SPD-Landtagsabgeordneter Wolfgang Lemb Lösungskonzepte für Opel, die in die Zukunft weisen. „Momentan herrscht struktureller Stillstand bei GM“, konstatiert Lemb – die vorgelegten Vorschläge von GM beschränkten sich lediglich auf einen personellen Kahlschlag.
Kritisch beleuchtet der wirtschaftspolitische Sprecher der Thüringer SPD-Fraktion vor diesem Hintergrund die Entscheidung von GM, Ed Whitacre als Nachfolger des zurückgetretenen GM-Chefs Fritz Henderson zu berufen. Whitacre sei mitverantwortlich für die geplatzte Übernahme von Opel durch Magna. Von einem „Aufbruch“ bei GM könne deshalb bislang keine Rede sein.
„Ich erwarte, dass sich GM zumindest insoweit an den ursprünglichen Plan von Magna hält, dass zusätzliche Kapazitäten aus Saragossa nach Thüringen verlagert werden“, fordert der Abgeordnete. In der Konsequenz müsse für Thüringen die vollständige Corsa Produktion, inklusive des dreitürigen Modells, abgesichert werden. Lemb: „Nur so kann aus heutiger Sicht der von GM in der letzten Woche angekündigte Personalabbau in Eisenach von 300 Stellen und damit der Wegfall der dritten Schicht verhindert werden.“
„Opel insgesamt, aber vor allem der Standort Eisenach, brauchen eine zukunftsfähige Modellpolitik“, sagt Lemb. GM habe die erforderliche Neuausrichtung auf Zukunftsmärkte in Europa offensichtlich bis heute nicht verstanden, sagt Lemb. Er verweist auf bisher bekannte Entscheidung GM’s, auf die Produktion eines neuen Kleinwagens unterhalb des Corsas sowie auf ein neues Topmodell oberhalb des Insignias zu verzichten.