
Dr. Albrecht Schröter hat ein neues Talent unter Beweis gestellt.

(Videodatei) Ein „liebevoll und aufwendig gepflegter Schrotthaufen“ sei der Jenaer Nahverkehr nach der Wende gewesen. So blickte heute Geschäftsführer Dr. Bernhard Graduszewski auf seine Anfänge in diesem Betrieb zurück. Inzwischen ist daraus ein Musterbetrieb geworden, der in die Zukunft investiert. Mit dem ersten Spatenstich für die neue Straßenbahntrasse Jena-Göschwitz wird ein weiteres Großprojekt in Angriff genommen, dass für die 5000 Beschäftigten des Gewerbegebietes eine umwelt- und stressfreie Alternative bietet.
Bei sehr heißen Temperaturen war es am Montagvormittag endlich so weit: Der Jenaer Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter führte auf etwas ungewöhnliche Art und Weise – nämlich mittels eines Baggers - den ersten Spatenstich zum Ringschluss der Straßenbahn zwischen Lobeda-West und Burgau durch. In der Nähe der Endhaltestelle der Straßenbahnlinien 3 und 4 war Baustart für das insgesamt 19,4 Mio. Euro teure Projekt, das voraussichtlich im Dezember 2009 vollendet sein wird.
Es komplettiert die in den 90er Jahren begonnene Erweiterung des Jenaer Straßennetzes. Genau am 16. Juli 1993 wurde der erste Spatenstich für den Straßenbahnneubau nach Lobeda gemacht. Vier Jahre später war das Bauvorhaben abgeschlossen und bis Ende dieses Jahres werden etwa 120 bis 130 Mio. Personen die Straßenbahnverbindungen nach Lobeda genutzt haben, so die Einschätzung von Dr. Graduszewski, Geschäftsführer der JeNah GmbH.
Auch die anderen Redner auf dem zukünftigen Baugelände, wie OB Dr. Schröter oder MdB Volker Blumentritt betonten noch einmal die Wichtigkeit der Anbindung des Gewerbegebietes Göschwitz, als eines der größten in den neuen Bundesländern, an das vorhandene Straßenbahnnetz Jenas. Die Neubaustrecke wird insgesamt eine Länge von etwa 2.600 Metern haben; fünf Haltestellen werden eingerichtet; eine Straßenbahnbrücke über die Saale, die Roda und einen Rad- und Gehweg muss gebaut werden. Diese wird eine Spannweite von 162 Metern erreichen.
Beginnend vom Endpunkt der Linien 3 und 4 in Lobeda-West soll die Neubautrasse die Fegestraße entlang über die neue Brücke ins Gewerbegebiet führen. Parallel zu den Schienen der Deutschen Bahn wird der Bahnhof in Göschwitz mit einbezogen; weiter soll es in den Wiesenweg bis Höhe Felsbachstraße gehen. Ab hier verläuft der neue Schienenstrang parallel zur Göschwitzer Straße bis zum ehemaligen Gasthaus „Wasserelse“, welches abgerissen werden soll. An dessen Stelle hat man den Bau einer Straßenüberquerung in Form eines Bahnüberganges mit Ampelanlage geplant. Schließlich mündet die neue Straßenbahntrasse am Gartencenter Burgau in die bestehende Strecke.
Gefördert wird dieses, in drei Bauabschnitte eingeteilte Straßenbahnprojekt mit 12,8 Mio. Euro; davon übernimmt der Bund 9,4 Mio. Euro. Die restlichen 3,4 Mio. Euro kommen vom Freistaat Thüringen. Die Jenaer Nahverkehrsgesellschaft mbH investiert etwa 6,6 Mio. Euro in dieses Verkehrsprojekt. Mit dessen Vollendung in knapp zweieinhalb Jahren werde das vorerst letzte Kapitel des Straßenbahnneubaus in Jena geschrieben. Zumindest aber bringt die Linie durch Göschwitz eine spürbare Entlastung für die hier ansässigen Unternehmer und deren Mitarbeiter mit sich.
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