Das von der SED gehortete Geldvermögen soll für Projekte der
Auseinandersetzung mit der Diktaturgeschichte und der
Demokratieerziehung verwendet werden.
Das fordert der bildungs- und kulturpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Hans-Jürgen Döring, der damit einen Vorschlag der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur unterstützt.
Döring weist darauf hin, dass für die neuen Bundesländer aus dem jüngst
zurückgeführten Parteivermögen 120 Millionen Euro bereit stünden.
Basierend auf einem festgelegten Verteilungsschlüssel, würden damit
voraussichtlich mindestens 25 Millionen Euro allein in den Freistaat
Thüringen fließen. „Dieses Geld sollte in erster Linie der
Landeszentrale für politische Bildung, der Stiftung Ettersberg und für
die Bildungsarbeit an den Thüringer Gedenkstätten zur DDR-Geschichte“
verwendet werden, schlägt der Kulturpolitiker vor. Damit werde
gewährleistet, dass bei den zu unterstützenden Projekten Pluralität
und thematische Breite gewährleistet würden. Döring: „Wenn das Geld
gezielt für eine verbesserte Aufarbeitung und Vermittlung der
DDR-Geschichte in Wissenschaft und Bildung eingesetzt wird, dann ist
dies ein wichtiger Beitrag zur inneren Einheit.“
Hans-Jürgen Döring fordert die Landesregierung dazu auf, einer
derartigen Verwendung des Geldes zuzustimmen. Damit könne sie unter
Beweis stellen, dass sie zu einer Stärkung der politischen Bildung und
der Demokratiepädagogik bereit sei.