Repression gegen Boykotteure einstellen!

Veröffentlicht am 25.07.2007 in Bildung & Kultur

Der Studierendenrat der FSU Jena hält diesen Mittwoch um 12 Uhr eine kleine Kundgebung auf dem Jenaer Marktplatz ab. Grund ist das Boykottverbot des Rektors, dass den Studierendenvertretern jede weitere Werbung oder finanzielle Unterstützung untersagt. Zudem möchte er gegen Studierende, die für den Boykott plakatieren, rechtlich vorgehen.

Der Rektor der Uni Jena ist bundesweit der einzige Hochschulleiter, der einer Studierendenvertretung den Boykott untersagen will. Andere Hochschulleiter lehnen entweder jede Art von Gebühren im Bildungsbereich ab oder halten den Boykott für legitim. Die Jusos Thüringen und die Juso-Hochschulgruppe Jena erklären sich solidarisch mit dem Studierendenrat der Uni Jena und stehen ihm in seiner Auseinandersetzung mit Rektor Dicke bei. Peter Metz, Landesvorsitzender der Jusos Thüringen, erklärt: „Es ist absolut inakzeptabel, dass Rektor Dicke dem Studierendenrat auferlegen will, die Studierenden im Boykott nicht mehr zu vertreten!“

Marc Emmerich, hochschulpolitischer Sprecher der Jusos Thüringen: „Besonders drastisch ist, dass engagierte Studierende nun auch rechtlich verfolgt werden sollen!“
Dem hochschulpolitischen Referenten des StuRa, Frank Dörfler, wurde mit einem zivlirechtlichen Verfahren gedroht. Er soll dabei gesehen worden sein, wie er Plakate für den Boykott angebracht hat. Die Jusos Thüringen fordern die sofortige Einstellung derartiger Repressionen gegenüber engagierten Studierenden.
Erklärtes Ziel der Boykotteure ist es, den für das kommende Semester zu zahlenden Verwaltungskostenbeitrag im letzten Moment doch noch zu verhindern, um somit die Gebührenfreiheit des Erststudiums zu erhalten. Gebühren für Bildung machen diese zur Ware und fördern Chancenungleichheit zwischen den sozialen Schichten unserer Gesellschaft. Weder für die betroffenen Studierenden noch für die Jusos ist dies hinnehmbar.

 
 

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