Unter diesem Motto lud die Friedrich-Ebert-Stiftung ins Gothaer Tivoli. Die interessierten Gäste erwartete ein kompetenter Vortrag des Bundestagsabgeordneten der SPD, Anton Schaaf. Ein Experte der Rentenpolitik. Gekonnt moderiert wurde die Veranstaltung von Petra Heß, die es wieder nach Berlin zieht. Im Eingangsstatement der Sozialdemokratin wurde der Rentenexperte vorgestellt, der eine spannende Vita hat. Schaaf selbst ist gelernter Mauer, arbeitete neun Jahre bei der Müllabfuhr und war zuletzt Vorsitzender eines Betriebsrates. Seit 2002 sitzt er als direktgewählter Abgeordneter im Bundestag und besetzt das Themenfeld Rente mit hoher Kompetenz. Auf alle Fragen antwortete er mit hohem Sachverstand und vor allem sehr authentisch. Auch wenn die Meinungen in der Diskussion auseinander liefen, er blieb sich treu und redete nicht anderen nach dem sprichwörtlichen Maul, sondern ehrlich und mit viel Erfahrung. Sicher, die Erwartungshaltung einiger Gäste war enorm hoch, aber auch hier die Antwort – es wird nur das zugesagt, was nach einer Wahl auch gehalten werden kann. Heß, die vor der Diskussion gleich zur Sache kam und die Angleichung der Rente des Ost – an das Westniveau oder die drohende Altersarmut ansprach bekam ebenfalls offene und ehrliche Antworten. Sie betonte aber auch, um eine solidarische Finanzierung nachhaltig sicherzustellen seinen langfristige, vorausschauende Konzepte nötig, die im breiten Konsens der Parteien gefunden werden müssen und weder der Tagespolitik noch aktuellen Wahlkämpfen entspringen dürfen. Schaaf betonte, dass genau solch ein tragfähiges Konzept der SPD auf dem Tisch liege. Keine andere Partei habe bislang ein wirkliches Rentenkonzept. Während CDU und FDP in dieser Legislatur liefern wollten, sei Fehlanzeige angesagt.
Das Rentenkonzept der SPD sieht eine abschlagsfreie Altersrente nach 45 versicherungspflichtigen Arbeitsjahren vor. Dies bedeutet, dass bereits mit 63 Jahren ein abschlagsfreier Renteneintritt für viele möglich wäre, selbst wenn in dieser Zeit Jahre der Arbeitslosigkeit liegen. Eine Lösung für geschiedene Frauen aus dem Osten konnte Schaaf hingegen nicht in Aussicht stellen. Abhilfe würde jedoch eine Mindestrente von 850 Euro schaffen können, für diejenigen, die nichts und nur wenig in der Vergangenheit verdient hätten. Diese solle übrigens auch ohne Berücksichtigung der Einkommensverhältnisse der Kinder gezahlt werden. Für viele geschiedene Frauen, aber auch andere Menschen, die ein sehr kleines Einkommen haben wäre das schon ein wichtiges Signal. In einer engagierten Diskussion blieb keine Fragen offen. Heß bedauerte nur, dass Anton Schaaf nicht wieder für den Bundestag antritt – diese Kompetenz und Offenheit werden wir vermissen. Warum tritt Anton Schaaf nicht wieder an? Weil er von der Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht nur redet, sondern diese lebt. Er wird sich künftig um seine vier Kinder kümmern, damit die Frau ihren Weg gehen kann. Das haben wir 2002 miteinander vereinbart und dazu stehe ich- so Schaaf. Und übrigens schafft es die Petra wieder in den Bundestag, ich kenne sie, die macht das mindestens genauso gut wie ich – und wünscht ihr mit einem verschmitzten Lächeln viel Glück.
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