Protestaktion bei Schott Solar

Veröffentlicht am 05.02.2010 in Arbeit & Wirtschaft

Besonders junge Arbeitnehmer hoffen auf den Erhalt ihrer Arbeitsplätze in ihrer Heimat

Mehr als 300 Mitarbeiter der Jenaer Firma Schott Solar demonstrierten gestern gegen die von CDU-Umweltminister Röttgen geplanten Kürzungen bei der Förderung der Solarenergie zum 01.04. dieses Jahres. Röttgen hatte nach Gesprächen mit Solarfirmen am 20. Januar und Vertretern der Atomindustrie am 21. Januar die Kürzung bei der Solarförderung bei gleichzeitiger Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken verkündet.

Welche Auswirkungen diese Reduzierung bedeutet, machten die Mitarbeiter von Schott Solar durch eine symbolische Werksschließung deutlich. Zahlreiche junge Menschen arbeiten in dieser Zukunftsbranche und sehen nun ihre berufliche Zukunft in der Heimat gefährdet. Die Kolleginnen und Kollegen der Solarbranche wurden in ihrem Anliegen von Vertretern der Stadt und des Landes unterstützt. Thüringens Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Staschewski (SPD) stellte klar, dass die Thüringer Landesregierung diesem Bundesgesetz nicht zustimmen werde: „Das grüne Herz Deutschlands hat sich mit seinen 12 000 Arbeitsplätzen in der Solarindustrie und in den von ihr abhängigen Branchen zum grünen Gehirn und zum grünen Motor Deutschlands entwickelt“ sagte Staschewski und machte die Tragweite der angedrohten Entscheidung deutlich. Hoffnung machte auch Jenas Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter, der der Protestaktion ebenso beiwohnte wie zahlreiche weitere Vertreter aus Bund, Land und Kommune.


Bild 1: Der Betriebsrat appelliert an die Bundesregierung, von der geplanten Reduktion der Einspeisevergütung Abstand zu nehmen. Unterstützt werden sie von Jenas Oberbürgermeiser Dr. Albrecht Schröter und Wirtschaftsstaats-
sekretär Jochen Staschewski (3. u. 4. v.l.)


Bild 2: Auch die Jenaer Stadträte Ralf Tänzer (l.) und Lutz Liebscher waren bei der Kundgebung dabei. Der Erhalt der Arbeitsplätze in der Solarbranche hat für die Jenaer SPD höchste Priorität. Hier können bis zu 500 weitere Arbeitsplätze entstehen.

 
 

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