
"Wie hälst du's mit der Vollbeschäftigung?" war die Gretchenfrage des Programmforums was der Ortsverein Jena-Süd veranstaltete.

"Wie hälst du's mit der Vollbeschäftigung?" war die Gretchenfrage des Programmforums was der Ortsverein Jena-Süd veranstaltete.
Der Ortsverein Jena-Süd wollte neue Wege gehen. Deshalb hat er sein Programmforum einmal nicht nach dem herkömmlichen Muster gestaltet. Es kann auch anderes gehen, als einfach einen Referenten einzuladen und dessen Worten zu lauschen.
So hat sich Jenas jüngster Ortsverein dazu entschlossen, ein kleines Theaterstück aufzuführen. Doch zuvor gab Sebastian Lasch mit seinem einführenden Vortrag noch interessante Anregungen. So arbeitete er insbesondere die Unterscheide zwischen dem Berliner Programm der SPD von 1989 und den aktuellen Leitsätzen und Impulspapieren zur Programmdebatte heraus.
Die Vorlage für das Theaterstück war schnell gefunden: Goethes Faust musste herhalten. Auf der Suche nach einem Konzept, das Vollbeschäftigung schafft, handelt Faust (Andreas Müller) einen folgenschweren Pakt mit Mephisto (Christoph Vietze) aus. Der verspricht ihm einfache Rezepte. Doch im Gespräch mit dem Volke (Janina Löbel, René Huber, u.a.) wird Faust schnell klar, dass Mephisto nur an seiner Seele und nicht an der Vollbeschäftigung interessiert ist. Als ihn dann Gretchen (Sandra Hillesheim) schlussendlich nach seiner Meinung zur Vollbeschäftigung fragt, ruhen zwei Seelen ihn ihm. Ist die Vollbeschäftigung nun ein Ziel, was ins Parteiprogramm der SPD gehört oder handelt es dabei um eine Forderung aus vergangener Zeit?
Angeregt durch Vortrag und Theaterstück entstand im Anschluss eine angeregte Diskussion. Im Ergebnis wurde klar, dass Vollbeschäftigung nicht nur von Globalisierung, Steuerrecht und Demographie abhängt. Wenn die Politik ihre gestaltende Rolle wahrnehmen will, dann muss sie insbesondere auf Bildung setzen. Denn sie ist die einzige Ressource unseres Landes, die Arbeitsplätze schaffen kann.
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