Mitglieder des SPD Kreisvorstandes vor dem Gerstunger Rathaus Gerstungen.
Nach der Sommerpause stand für den SPD Kreisvorstand das Thema Werraversalzung und die Folgen der Laugenverpressung ganz oben auf der Tagesordnung.
Gern nahmen der SPD Kreisvorstand dazu die Einladung des Gerstunger Bürgermeisters Werner Hartung an im repräsentativen Rathaus seiner Gemeinde zusammen zu kommen.
Vor dem offiziellen Sitzungsbeginn informierte Gerstungens Gemeindeoberhaupt Werner Hartung den SPD Kreisvorstand des Wartburgkreises über die Probleme seiner Gemeinde bei der Trinkwasserversorgung.
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Die Ursachen liegen nach Ansicht des Gerstunger Bürgermeisters in der Verpressung von Kalilauge in den Untergrund der Gerstunger Mulde. Als ungerecht empfinden es die Betroffenen, dass der Konzern K+S nicht beweisen muss dass die Umweltprobleme durch seine Produktion herrühren.
Deutlich wurde dabei Kritik an den Behörden und der Politik laut, welche den Kampf der Gerstunger und der Umlandgemeinden für Ihr Trinkwasser erschweren.
So hat bisher die Mehrheitsfraktion im Thüringer Landtag noch nicht den Weg an die Werra gefunden um sich ein Bild vor Ort zu machen.
Johannes Woth (SPD), Leiter der VG Berka/Werra wies in seinem Statement darauf hin, dass durch die Laugenverpressung auch die Trinkwasserquellen in der Horschlitter Mulde unbrauchbar geworden sind. Die Versorgung mit Trinkwasser in der Region Gerstungen- Berka/Werra muss nun über eine Fernwasserleitung abgesichert werden.
Dafür müssen 10Millionen Euro für die Erneuerung des Trinkwasserleitungssystems aufgebracht werden. Hierbei kritisierte Woth besonders den K+S Konzern, der hohe Gewinne erwirtschaftet und dabei wenig Rücksicht für den Umweltschutz walten lässt.
Weiterhin fordert Woth den Wartburgkreis auf eine kritische Stellungnahme zu den K+S Plänen zur geplanten Laugenpipeline von Neuhof an die Werra, wodurch weiter die Salzbelastung der Werra steigen und somit sich die Umweltproblematik Werraversalzung weiter verschärfen wird.
Die Mitglieder des SPD Kreisvorstandes unterstützen die Forderung von Bürgermeister Werner Hartung, K+S müsse mit modernsten Technologien eine möglichst abwasserfreie Kaliproduktion realisieren.
Peter van der Weth, Vorsitzender des SPD Ortsvereins Unterbreizbach-Sünna sprach sich in diesem Sinne für den Erhalt der Arbeitsplätze in der Kaliindustrie bei umweltfreundlichen Produktionsbedingungen aus. Hierzu sind seine Mitglieder gemeinsam mit ihrem Bürgermeister Roland Ernst schon seit Monaten aktiv.
Schwerpunkt im offiziellen Teil der Kreisvorstandssitzung bildete die Erstellung eines Arbeitsplanes des Kreisvorstandes für die nächsten zwei Jahre.
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