Die Thüringer Gemeinschaftsschule wird gewünscht und gebraucht

Veröffentlicht am 06.09.2010 in Bildung & Kultur

Eine übergroße Mehrheit von 86 % der Thüringerinnen und Thüringer präferiert das Modell des längeren gemeinsamen Lernens gegenüber dem bisherigen geliederten Schulmodell mit lediglich einer Grundschulzeit bis zur 4. Klasse. In einer heute von der Friedrich-Ebert-Stiftung vorgestellten Studie zu Ergebnissen einer Bevölkerungsbefragung zum längeren gemeinsamen Lernen, wird deutlich, dass die Thüringerinnen und Thüringer das längere gemeinsame Lernen mit großer Mehrheit befürworten.

Zu diesem eindeutigen Votum der Bevölkerung sagte Thüringens SPD-Chef Christoph Matschie auf der heutigen Pressekonferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung mit Blick auf den Koalitionspartner: "Die CDU ist gut beraten, das Votum der Bürgerinnen und Bürger für das längere gemeinsame Lernen sehr ernst zu nehmen und nun an der zügigen Umsetzung mitzuarbeiten. Ziel ist es, noch in diesem Jahr das neue Schulgesetz zu verabschieden."
In der Befragung wird deutlich, dass gut die Hälfte der Befürworter des längeren gemeinsamen Lernens eine Gemeinschaftsschule bis zur Klasse 8 wünschen, andere gar eine noch längere gemeinsame Zeit befürworten. Als wichtigste Vorteile des längeren gemeinsamen Lernens werden die längerfristige stabile Lernumgebung sowie der spätere Entscheidungszeitpunkt über die Schulform angeben. Die Befragten sehen das Modell des längeren gemeinsamen Lernens bezüglich aller wichtigen Kriterien für ein leistunsgfähiges Schulsystem im Vorteil. Sie bescheinigen dem längeren gemeinsamen Lernen sowohl Vorteile für eine höhere Chancengleichheit und Integrationsfähigkeit, als auch für eine bessere Entwicklungsfähigkeit der Kinder. Christoph Matschie sie in den besseren Entwicklungsmöglichkeiten einen entscheidenden Vorteil des längeren gemeinsamen Unterrichts. "Längeres gemeinsames Lernen erhöht den Schulerfolg und führt zur besseren Förderung aller Kinder. Gerade in Zeiten, in denen über mangelnde Fähigkeiten von Schulabsolventen geklagt wird, dürfen wir kein Kind zurücklassen. Kein Kind soll die Schule mehr ohne Abschluß verlassen“ so Matschie zu einem entscheidenden Vorteil des neuen Schulmodells.

Studie der FES

 
 

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