Am Donnerstag, dem 19.01.2012, hatten sich die Mitglieder der SPD- AG 60 plus die Thüringer Ausländer- und Integrationsbeauftragte Petra Hess eingeladen.
Sie zeigte uns auf, wie die unsägliche Materie „Rechte in Thüringen“ dem Ansehen unseres Bundeslandes im gesamten Bund schadet. Jena und Zwickau haben durch die unvorstellbaren Ereignisse der letzten zehn Jahre eine sehr traurige Bekanntheit in Deutschland erreicht. Deshalb ist es besonders wichtig, dass unser Verfassungsschutz und die anderen Verantwortlichen einmal die Gefahr als solche erkennen und sie nicht leugnen oder herunterspielen. Aber auch die Zusammenarbeit mit den übrigen Ländern des Bundes muss verstärkt werden, um erneute Desaster zu verhindern bzw. echte Fahndungserfolge zu erreichen. „Wehret den Anfängen“ greift nicht mehr!!!
Der Übergang zum Bericht über die Situation von Flüchtlingen und Personen mit Migrationshintergrund in Thüringen fiel Petra Hess danach leicht. Nur 47.382 ausländische Menschen, was 2,12% der Bevölkerung unseres Bundeslandes beträgt, gibt es hier. Wir erfuhren, wie viele aus welchen Staaten es sind und welch umfassende Prozedere erforderlich sind, um Aufenthaltserlaubnis oder Asylrecht zu erhalten. Leicht ist es nicht für diese Menschen, jeder von uns sollte das im Hinterkopf behalten und ihnen freundlich und hilfsbereit begegnen.
Stammtischparolen sind wenig hilfreich, denn auch wir brauchen diese jungen Menschen.
Geben und Nehmen- so wird ein Schuh draus!
Am Ende wurde Genossin Hess noch nach ihren Eindrücken während des Bundesparteitages der SPD von Anfang Dezember 2011 befragt. Ihr Bericht dazu stimmte uns hoffnungsfroh für den weiteren Weg der SPD.
Wir danken Frau Hess dafür, dass uns ein Stück ihrer Zeit zur Verfügung stellte und wünschen ihr weiterhin viel Erfolg bei ihrer wichtigen, interessanten Arbeit.
Wir danken auch dem Team von „Ingrids Höfchen“ um Frau Pahl für die freundliche Bewirtung während unserer Veranstaltungen.
Marlies Langer