Peer Steinbrück
Greiz (H.Seidel). Die Gegenwart als Aufschichtung von Krisen: eine tiefgreifende Finanzmarktkrise, die die gesamte Architektur der Finanzbeziehungen weltweit erschüttert, darauf aufsetzend eine weltweite Rezession, von der eine Exportnation wie die Bundesrepublik besonders stark betroffen ist. Für eine solche Situation gibt es kein Rezept. Vielmehr sind alle Staaten aufgefordert, das in ihren Kräften Stehende zu tun, um Schaden abzuwehren, zumindest aber einzudämmen.
"Stabilität und Verantwortung in der Krise" müssen deshalb Ziel und Anspruch politischen und wirtschaftlichen Handelns sein. Dazu spricht der Bundesminister für Finanzen, Peer Steinbrück, heute um 18 Uhr bei "Prominente im Gespräch" im Theater der Stadt Greiz. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung von Artashes und Zaruhi Stamboltsyan.
Steinbrück wurde am 10. Januar 1947 in Hamburg geboren, studierte Volkswirtschaft und Sozialwissenschaft. Er war u. a. Wirtschaftsreferent in der ständigen Vertretung der Bundesrepublik in der DDR, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Wirtschaftsminister in Schleswig-Holstein, Finanzminister und dann Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen. Der Abend wird von der Landtagsabgeordneten Heike Taubert und den Greizer Jusos unterstützt. Das Publikum hat nach dem Referat die Chance, zum Thema Fragen zu stellen und Meinungen vorzutragen.