Anlässlich der morgen stattfindenden ersten Bürgerversammlung in Jena-Nord, erklärt der Vorsitzende des SPD Ortsvereines Jena-Nord Hendrik Amm: ?Ich rufe alle Bürgerinnen und Bürger in Jena Nord auf, sich an der Bürgerversammlung zu beteiligen.?
Hintergrund ist die Grundsatzfrage, ob die Einwohner in Jena-Nord überhaupt einen Ortschaftsrat wollen. ?Ich habe mich im Initiativkreis dafür eingesetzt, dass es überhaupt zu einer Bürgerversammlung kommt, weil ich die Grundsatzentscheidung nicht den Politikern, sondern den Menschen die in diesem Stadtteil leben, überlassen möchte?, so Amm. Mit Erfolg wehrte er sich damit gegen ein rein politisches Konstrukt, dass einige Parteienvertreter genau so im Auge hatten wie den Posten des Ortsbürgermeisters.
Für den Fall, dass am Donnerstag Abend die Entscheidung für einen Ortschaftsrat in Jena-Nord fallen sollte, ist die SPD im Norden gut aufgestellt. Bereits Anfang Februar des letzten Jahres (TLZ berichtete) forderte Amm einen runden Tisch für Nord um die Probleme im Stadtteil überparteilich lösen zu können. Der SPD Nachwuchspolitiker sprach darauf hin mit CDU, Bündnis90/Die Grünen und der PDS.
Amm sieht vor allem im Kinder- und Jugendbereich dringenden Nachholbedarf für den Stadtteil. Die Stadtväter haben hier völlig gegen den Trend, eines mit jungen Familien wachsenden Stadtteils, die Zweigstelle der Ernst- Abbe- Bücherei geschlossen. ?Das war politisch das völlig falsche Signal?, ist sich Amm sicher.
Die SPD wird für den Aufbau eines Kinder- und Jugendzentrums in Nord genauso einstehen, wie für die Neugestaltung des ?Höllein Platzes? und die Einführung eines Bus-Taxis auf der Linie 15. Amm findet, ?wenn die Kultursuchenden mit den öffentlichen Nahverkehrsmitteln in die Stadt kommen, müssen sie auch irgendwie zurück kommen.?
Die Positionen, die allesamt im Kommunalwahlprogramm der Jenaer SPD fixiert sind, sollen mit einem sozialdemokratischen Oberbürgermeister Albrecht Schröter Schritt für Schritt umgesetzt werden, so Amm abschließend.