Neue Führung, neuer (Erfolgs)- Kurs?

Veröffentlicht am 26.01.2011 in Allgemein

Volles Bürgerhaus in Eisenach zur BI Veranstaltung

Seit der letzten Verbandssitzung des Trink- und Abwasserverbands Eisenach-Erbstromtal (TAV) in der vergangenen Woche steht fest, Eisenachs Oberbürgermeister Matthias Doht (SPD) wird die Nachfolge von Christian Köckert (CDU) als Verbandsvorsitzender des TAV antreten.

Ihm zur Seite stehen als erster Stellvertreter ist Ruhlas Bürgermeister Mario Henning (CDU).

Als zweiter Stellvertreter fungiert Kurt Kästner (CDU), der sich seit der Abwahl Köckerts am 14.12.2010 eine kurze „Auszeit“als Stellvertreter genommen hatte.
Der neue und der alte Stellvertreter konnten sich gegen Ralf Pollmeier (SPD) durchsetzen.

Der Creuzburger Verbandsrat Pollmeier kritisierte das Verhalten des Thüringer Landesverwaltungsamt(TLVWA), das zum Abwahlfahren gegen Köckert keine Informationen geben konnte und nun die Abwahl Köckerts als rechtswidrig beanstandet.
Kritisch sieht Pollmeier auch, dass es der neuen Verbandsspitze gelingen wird den TAV wirtschaftlich auf Erfolgskurs zu bringen.

Zur wiederum mit fast 400 Teilnehmern sehr gut besuchten Infoveranstaltung der Bürgerinitiative "Bezahlbare Gebühren und Beiträge im TAV Eisenach-Erbstromtal" (BI-TAV) am vergangenen Montag im Eisenacher Bürgerhaus, konnte BI Vorsitzender Klaus Stöber auch den neuen Verbandsvorsitzenden, Eisenachs Oberbürgermeister Matthias Doht (SPD) begrüßen.

Stöber sieht in Dohts Teilnahme an der BI Veranstaltung ein gutes Zeichen.
Trotzdem brachte ein Großteil der Veranstaltungsbesucher ihre Skepsis gegenüber dem neuen Verbandsvorsitzenden offen zum Ausdruck.
Doht warb daraufhin mit den Worten "Wir müssen uns das Vertrauen wieder erarbeiten" um eine Chance für die neue Verbandsführung.

Drei Spitzenbeamte aus dem Eisenacher Rathaus sollen beim TAV für Überprüfungen sorgen.
Dagegen fordert die BI, dass solche Überprüfungen von Profis durchgeführt werden müssen die sich damit auskennen, und nicht von städtischen Beamten.

Stöber räumte ein, dass bei Ausschöpfung des umfangreichen Sparpotentials beim TAV, das alte Gebührenniveau kurzfristig nicht erreicht werden kann.
Der BI Vorsitzende verwies aber auf den „Nachbarverband“ dem Wasserversorgungs und Abwasserentsorgungs Verband Obereichsfeld (WAZ), dessen Verbandsgebiet sich bis nach Mihla erstreckt.
Der WAZ habe aufgrund wirtschaftlich vorbildlichem Handeln die Gebühren beim Abwasser gesenkt, sowie beim Wasser dreimal in Folge senken können.

Beim TAV fürchte Stöber eher eine weitere Gebührensteigerung, da der TAV trotz Gebührenerhöhungen immer noch Verluste einfahre.

Es bleibt also sehr spannend, ob und wie es der neuen Verbandsführung und einer neuen Geschäftsleitung des TAV gelingt, den Verband in relativ kurzer Zeit auf Erfolgskurs zu bringen.

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