Am Samstag trafen sich die Thüringer Jusos zu ihrer jährlichen Landesdelegiertenkonferenz in Wechmar.
Hauptthema war die Diskussion um das Arbeitsprogramm für das Jahr 2006, das schwerpunktmäßig die Seminar und Workshoparbeit für das kommende Jahr beinhaltet.
Der Landesvorsitzende der Jusos Peter Metz übte in seiner Rede vor den Delegierten, massive Kritik am Koalitionsvertrag. Der SPD-Landesvorsitzende Christoph Matschie stellte sich der Kritik in einer Aussprache.
Die Jusos fordern in einem Antrag, dass mindestens fünfzig Prozent der sozialdemokratischen Wahlkampfziele umgesetzt werden, um der Koalition eine Chance geben zu können.
Zusätzlich wurde die Lage der Partei diskutiert. Der Basta-Kurs darf nicht fortgesetzt werden. Nur durch einen stärkeren Austausch zwischen Basis und Parteispitze können die Differenzen ausgeräumt werden. Aus diesem Grund wollen die Jusos, dass in Thüringen Programmforen eingerichtet werden, in denen das neue Grundsatzprogramm der Partei diskutiert wird.
Im kommenden Jahr wollen die Jungsozialisten vor allem in Bereichen Akzente setzen, die in der Thüringer SPD kaum Beachtung finden. Hierbei handelt es sich um einen stärkeren Einsatz für gerechte Migrationspolitik und um den Kampf für die Geschlechtergleichstellung in der Gesellschaft.
Auf der Konferenz wurde eine neue Beisitzerin gewählt. Die 21 jährige Virginie Kleem aus Weimar will sich für Schulpolitik engagieren.
Unterstützt wurden die Jusos bei ihrer Tagung vom stellvertretenden Bundesvorsitzenden Christian Reinke.