„Kinder und Jugendliche brauchen auf dem Weg zum Erwachsenwerden verschiedene soziale Strukturen“, sagt Peter Metz, kinder- und jugendpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, anlässlich des Weltkindertages.
Angebote, die Kinder fördern, seien auch immer eine Unterstützung der gesamten Familie. „In Thüringen haben wir eines der modernsten Kindertagesstättengesetze in ganz Deutschland. In Kitas werden Kinder beim Erlernen sozialen Verhaltens unterstützt und deren Eltern haben die Möglichkeit, berufstätig zu sein“, so Metz weiter. Deshalb müsse Schluss damit sein, sozialpolitisch falsche Instrumente wie Landeserziehungsgeld oder das Bundesbetreuungsgeld unter dem Vorwand der Schaffung von Wahlfreiheit zu diskutieren.
Aber nicht nur Kindertagesstätten, sondern auch die Angebote für die folgenden Lebensjahre von Kindern müssten gestärkt werden. „Ich denke dabei vor allem an den Bereich der Schulsozialarbeit, der es möglich macht, Kinder dort zu fördern, wo sie einen großen Teil ihrer täglichen Zeit verbringen - nämlich in der Schule“, unterstreicht der SPD-Politiker.
Deshalb sei es wichtig, dass die Gelder, die durch den Bund für diesen Zweck zur Verfügung gestellt würden, auch bei den Kommunen ankämen und von diesen zur Stärkung der Schulsozialarbeit genutzt würden.
„Wir fordern vom Thüringer Finanzminister daher, dass für das Jahr 2013 die benötigten drei Millionen Euro und für das Jahr 2014 zehn Millionen Euro freigegeben werden“, so Metz.
Es müsse endlich finanzielle Zusagen geben, um vor Ort die Bedarfe planen und organisieren zu können. „Das derzeitige Verhältnis von Schulsozialarbeiter zur Anzahl betreuter Schüler liegt bei etwa 1:2400. Würden 180 zusätzliche Stellen geschaffen, so würde ein Schulsozialarbeiter nur noch knapp über 800 Schüler betreuen“, erklärt der SPD-Politiker den Finanzbedarf. Schulsozialarbeit könne nicht nur bei schulischen, sondern auch bei sozialen Problemen helfend eingreifen.
Auch bei der Jugendpauschale dürfe es keine Einschnitte geben und der Landesjugendförderplan müsse konsequent umgesetzt werden. Metz: „Wir dürfen in einer Gesellschaft, in der - richtigerweise - immer wieder auf die wachsende Zahl älterer Menschen verwiesen wird, die jungen Menschen nicht vergessen. Menschen jeden Alters müssen individuelle Angebote erhalten.“