Tochter gibt Einblicke in das Leben des in Greiz erschossenen Wehrmachts-Offiziers
Am kommenden Donnerstag gibt es für Heimatverbundene, Geschichts-Fans sowie sonstig Interessierte die Möglichkeit, sich über das Leben eines Mannes informieren zu lassen, dessen Namen nach über 20 Jahren seit der Umbenennung des „Karl-Marx-Platzes“ in Greiz beinahe jedem Einwohner der Stadt ein Begriff sein muss. Dr. Dörte von Westernhagen, die Tochter des 1945 durch das NS-Regime in Greiz standrechtlich erschossenen Wehrmachtsoffiziers, wird am 17. Februar ab 18:30 Uhr in der Greizer Stadtbibliothek (Kirchplatz) Auskünfte darüber geben, wer Kurt von Westernhagen war, was er bewirkte und sicherlich sonst noch einige, sprichwörtlich exklusive Details seines Lebens – aus Sicht einer Tochter und Journalistin – berichten.
Nicht nur die – mancherorts nicht zu Unrecht – gefühlte Zunahme rechtsextremistischer Einstellungen, Ansichten und Verhaltensweisen, sondern auch die Brisanz, Vielschichtig- und Wiedersprüchlichkeit der Überlieferungen um den Offizier der Wehrmacht und verurteilten Desserteur von Westernhagen, machen das Thema des Abends spannend und einen Besuch lohnenswert. Im Rahmen der Lesung, die vom Bunten Bündnis Greiz in dankenswerter Zusammenarbeit mit der Greizer Stadtbibliothek organisiert wird, gilt es Licht in das Dunkel zu bringen. Denn, so muss gleichwohl bemerkt werden, völlige Klarheit über die genauen Ereignisse im April 1945 vermögen auch intensivste Archievstudien nicht zu erbringen.
Interessierte Gäste sind herzlich willkommen. Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenfrei. Die Veranstaltenden behalten sich jedoch vor, Besucher, die dem Grundgesetz zuwiderlaufende Ansichten und Positionen vertreten oder selbige in jedweder Art kund tun, auszuschließen.