
© Götz Schleser
Anlässlich des 81. Jahrestages der Bücherverbrennung haben wir auf dem Herrenberg ein hörbares Zeichen gegen aufkommende rechte Kräfte gesetzt. Wir setzen uns für eine tolerantes, vielfältiges und buntes Erfurt ein.

Anlässlich des 81. Jahrestages der Bücherverbrennung haben wir auf dem Herrenberg ein hörbares Zeichen gegen aufkommende rechte Kräfte gesetzt. Wir setzen uns für eine tolerantes, vielfältiges und buntes Erfurt ein.
Rechtsextreme nationalsozialistische Aktivitäten werden insbesondere seit einigen Monaten mit dem Stadtteil Herrenberg in Erfurt verbunden. Zuletzt machte die Farbgebung der Kammwegklause Schlagzeilen in den Medien. Viele Erfurter Bürger möchten diesen „braunen“ Entwicklungen entgegentreten. Ich freue mich daher außerordentlich, dass meine Idee einer Buchlesung auf dem Herrenberg anlässlich des 81. Jahrestages der Bücherverbrennung am 10. Mai 2014 um 15 Uhr mit prominenten Erfurtern für alle Erfurter Bürger auf so positive Resonanz gestoßen ist. In Zusammenarbeit mit dem Trägerwerk der sozialen Dienste auf dem Herrenberg, dem Erinnerungsort Topf & Söhne sowie der evangelischen Gemeinde Südost konnte ich eine sehr interessante Lesung verbunden mit Musik zusammenstellen. Die Idee zu der Veranstaltung ist aus verschiedenen Motivationen erwachsen: 1. zum Einen engagiert sich das Trägerwerk der sozialen Dienste mit offenen Veranstaltungen den Stigmata psychischer Erkrankungen und damit einer Ausgrenzung psychisch Kranker entgegenzuwirken (ein weiteres dunkles Kapitel im Dritten Reich). 2. Gegenüber dem Trägerwerk steht die geschlossene Stadtteilbibliothek. Ein sehr trauriges Kapitel in unserer Kommunalpolitik. 3. Fast wöchentlich hört man unfassbare Nachrichten über neue Aktivitäten der rechten Szene auf dem Herrenberg insbesondere an der Kammwegklause. Das alles zusammengenommen ist mehr als ein Grund zum Handeln. Und da ich der Meinung bin, dass es nicht reicht immer nur gegen etwas zu sein, sondern man muss auch für seine Überzeugung einstehen, möchte ich sichtbar und hörbar für solche scheinbar selbstverständlichen Werte wie eine tolerante und offene Gesellschaft kämpfen und den Menschen vor Ort mit diesem symbolischen Gemeinschafts- und Mitmach-Projekt ein positives Angebot mit ihrer Beteiligung und Einbindung machen
Homepage Cornelia Klisch
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