Der vorliegende Entwurf des Landesentwicklungsplans kommt den Interessen des Altenburger Landes nur teilweise entgegen.
Die Stadt Altenburg soll den Status eines Mittelzentrums mit Teilfunktion eines Oberzentrums erhalten. Das entspricht auch der wirtschaftlichen und kulturellen Bedeutung der Kreisstadt. Ausdrücklich wird das von uns herausgestellte Argument der hervorragenden Lage der Region im Mitteldeutschen Wirtschaftsraum und die daraus sich ergebenden Potentiale übernommen.
Für die Trasse der B 93 wird eine landesbedeutsame Entwicklungsachse definiert. Ebenfalls zu begrüßen ist die Ausweisung eines Stadtumlandraumes um die Stadt Altenburg. Diese werden in dem vorliegenden Papier als Entwicklungsräume dargestellt.
Gravierende negative Auswirkungen hat der LEP-Entwurf jedoch für die Städte Schmölln und Meuselwitz. Schmölln wird nicht wie gefordert, als Mittelzentrum eingestuft.
Gerade die gemeinsame Arbeit der Städte Schmölln und Gößnitz im Städteverbund wird damit trotz anders lautender Aussagen nicht honoriert. Es muss hier die Frage gestellt werden, was die zuständigen regierungstragenden CDU-Landtagsabgeordneten bisher getan haben, um diesen Planansatz zu verhindern. Wenn dieser Entwurf verwirklicht wird, werden für Schmölln so wichtige Einrichtungen, wie Gymnasium, Berufsschule und Krankenhaus in Frage gestellt, die Einrichtung wissenschaftlicher Einrichtungen ist erst gar nicht möglich.
Die Stadt Schmölln mit ihrer hervorragenden wirtschaftlichen Entwicklung in den letzten 14 Jahren findet sich somit völlig unter Wert in diesem wichtigen Papier wieder.
Auch für Meuselwitz werden dann wichtige Einrichtungen wie Gymnasium und Regelschule zur Disposition stehen.
Der SPD Kreisverband fordert die CDU Landesregierung auf, die Entwicklung in unserem Landkreis zur Kenntnis zu nehmen und eine sach- und zukunftsgerichtete Korrektur des Entwurfs des Landesentwicklungsplanes vorzunehmen.