Wolfgang Lemb, der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, ist erfreut über die positive Resonanz auf das 1000-Dächerprogramm Photovoltaik. „Das Förderprogramm macht uns aber auch auf ein strukturelles Defizit bei der Nutzung von Fördermitteln aufmerksam“, so Lemb.
Das konstatierte Ungleichgewicht bei der Inanspruchnahme des Programms in Thüringen sei keine Seltenheit. „Dieses Phänomen haben wir leider zu oft. Während die wirtschaftlich starken Regionen in Thüringen die notwendigen Eigenmittel aufbringen können, sind vor allem wirtschaftlich schwache Regionen von der Förderung abgehängt“, bedauert Lemb. „Wenn wir wollen, dass auch wirtschaftlich weniger florierende Gegenden im Freistaat von derartigen Fördermitteln profitieren - und das sollten wir im Sinne einer ausgeglichenen Landesentwicklung - müssen wir für diese Herausforderung eine Lösung finden.“ Lemb prophezeit, dass eine solche Lösung - egal wie sie aussieht - voraussichtlich auf den Widerstand der wirtschaftlich starken Landesteile stoßen wird. Lemb: „Das kann aber nicht heißen, dass wir uns der Realität verweigern und diese Problematik negieren.“
Das Wirtschaftsministerium hatte gestern bereits darauf hingewiesen, dass vom 1000-Dächerprogramm Photovoltaik vor allem Süd- und Mittelthüringen profitiert hätten. Nord- und Ostthüringen hätten sich kaum an dem Programm beteiligt.