Lemb fordert Kammern zum Dialog mit dem Wirtschaftsministerium auf

Veröffentlicht am 11.04.2011 in Arbeit & Wirtschaft

Angesichts der harschen Kritik der Kammern an den Plänen von Wirtschaftsminister Machnig, die Leiharbeit in Thüringen zu begrenzen, fordert der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Wolfgang Lemb, die Kammern zu mehr Dialog mit dem Wirtschaftsministerium auf:

„Wer möchte, dass seine Vorschläge gehört und beachtet werden, muss diese auch vortragen. Dafür gibt es eigens vom Wirtschaftsminister eingerichtete Gremien, wie etwa den Wirtschafts- und Innovationsrat, in dem sich die Kammern bisher auffällig zurückgehalten haben", konstatiert der SPD-Politiker. Minister Machnig habe sowohl im Rahmen der 'Konzertierten Aktion Thüringen 2010' als auch im Wirtschafts- und Innovationsrat, an dem die Kammern direkt beteiligt sind, das Thema 'mehr Ordnung auf dem Thüringer Arbeitsmarkt' angesprochen. Alle Beteiligten seien aufgefordert gewesen, konstruktive Vorschläge zu machen. Viele Verbände und Institutionen hätten dieses Gesprächsangebot auch wahrgenommen und Vorschläge unterbreitet. Diese würden nun in die Konzepte des Wirtschaftsministeriums mit einfließen. „Vorschläge, die nicht gemacht werden, können jedoch auch nicht aufgegriffen werden“, so Lemb.

„Die unbegründete Ausuferung der Leiharbeit in Thüringen ist eine Tatsache, der sich alle Beteiligten - auch die Kammern - stellen müssen. Natürlich ist es nicht die vorrangige Aufgabe der Kammern die Thüringer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor Lohndumping zu schützen wohl aber dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken", so der SPD-Politiker weiter. Dazu gehörten eben auch die Entgelte und vor allem die Frage der Beschäftigungschancen in gesicherten Arbeitsverhältnissen. Lemb verweist in diesem Zusammenhang auf eine kürzlich durchgeführte repräsentative Umfrage von Infratest im Freistaat, wonach sich 39 Prozent der Befragten als arbeitsmarktpolitischen Schwerpunkt der Landesregierung die Eindämmung der Leiharbeit wünschen.
„Wenn die Erwartungshaltung der Bevölkerung zu konkreter Politik wird, ist dies aus meiner Sicht kein Grund zur Beschwerde“, so der Landtagsabgeordnete.

 
 

Homepage Wolfgang Lemb

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