Der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD Landtagsfraktion, Wolfgang Lemb, der auch gleichzeitig für Technologiepolitik zuständig ist, befürwortet das gestern von Bundesbildungsministerin Schavan vorgestellte Konzept zum Ausbau von Forschungskooperationen in Ostdeutschland.
"Es ist der richtige Ansatz, weg von der Gießkanne hin zur Förderung sehr gezielter innovativer Ideen und Entwicklungen“, erklärte der Abgeordnete heute in Erfurt.
Wichtig sei, dass sich die in Thüringen bereits ansässigen, betriebsnahen Forschungsverbünde an den geplanten Ausschreibungen beteiligten, so Lemb.
Thüringer Unternehmen und Forschungseinrichtungen seien seit vielen Jahren innovativ unterwegs. „Dies muss jetzt ausgebaut werden, insbesondere mit dem Ziel, die Thüringer Wirtschaft exportorientiert aufzustellen und damit international noch wettbewerbsfähiger zu machen“, so Lemb. Bei dem vorgestellten Verfahren sei jedoch nicht auszuschließen, dass Projekte nach dem „Windhundprinzip“ entwickelt und vergeben würden, sagt der SPD-Abgeordnete.
Deshalb sei eine zügige Vorbereitung in den nächsten Monaten in den Thüringer Unternehmen und Forschungseinrichtungen angezeigt. „Hierzu rufe ich alle Verantwortlichen in den einzelnen Regionen Thüringens auf“, so der technologiepolitische Sprecher.
Irritiert zeigte sich Lemb von der personellen Zusammensetzung in der gestrigen Vorstellung des Konzeptes. „Sollte die Beteiligung der Ministerpräsidenten von Sachsen und Sachsen-Anhalt als Signal zu werten sein, würde man das in Thüringen mit Sicherheit nicht übersehen“.
Enttäuscht nahm er zur Kenntnis, dass die Thüringer Ministerpräsidentin oder ein anderes Mitglied der Landesregierung offensichtlich nicht eingebunden waren.