Als eine der größeren Agrargenossenschaften im Unstrut-Hainich-Kreis mit 110 Beschäftigten hatte sich die Agrargenossenschaft Großengottern das MdB Ernst Kranz nach Seebach geladen, um akute Probleme in der ostdeutschen Landwirtschaft zu erörtern.
Neben dem novellierten Altschuldenhilfegesetz waren die Kappung der Subventionierung für Agrardiesel und die Erhöhung der Zuschüsse für Krankenversicherung und Berufsgenossenschaften auf der Tagesordnung. In der Summe führt dies zu einem massiven Wettbewerbsnachteil ostdeutscher Landwirte - so fließen unter anderem allein 65 Prozent des Gewinnes der Genossenschaft künftig in die Tilgung der Altschulden. Das bedeutet für das Unternehmen, dass bis zu vier Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen.
Zwar konnte Ernst Kranz nur das beschlossene Gesetz bestätigen, nahm aber die Bitte der Landwirte mit nach Berlin, nochmals ein Gespräch mit der Fraktionsspitze zu suchen, um der drohenden Fehlentwicklung in der ostdeutschen Landwirtschaft entgegen zu steuern.