
Marion Philipp (SPD) kündigt bei Redaktionsbesuch Kandidatur an Von OTZ-Redakteur Thomas Spanier Saalfeld.

Marion Philipp (SPD) kündigt bei Redaktionsbesuch Kandidatur an Von OTZ-Redakteur Thomas Spanier Saalfeld.
Landrätin Marion Philipp (SPD) hat Gefallen an ihrem Job im Landratsamt gefunden. "Wenn ich aufgestellt werde, trete ich gerne nächstes Jahr wieder an", sagte sie gestern bei einem Pressefrühstück in der OTZ-Lokalredaktion Saalfeld.
Man brauche ein paar Jahre, um sich einzuarbeiten. Aber jetzt würde sie gerne noch eine zweite Wahlperiode dranhängen. Der Landrat des Kreises wird - wie auch eine Reihe von hauptamtlichen Bürgermeistern - am 7. Mai nächsten Jahres gewählt.
Der Job als Landrätin sei eine schwere Arbeit mit Sonnen- und Schattenseiten, so die Rudolstädterin. Am schönsten seien für sie die Termine "nah dran am Volk, im direkten Gespräch mit den Menschen". Das gebe ihr Kraft für die weniger schönen Seiten der Tätigkeit. Dazu zählen für Philipp offizielle Veranstaltungen mit Protokoll und endlos langen Reden.
Die 50-Jährige, die selbst für kurze, knackige Reden bekannt ist, sieht für sich nicht die Gefahr, der Droge Politik zu verfallen. "Für mich ist Politik keine Droge, ich muss keine Macht ausüben", sagte sie im OTZ-Gespräch. Sie sei schon immer ein Mensch gewesen, der sich von einem starken Gerechtigkeitsgefühl leiten lasse. Zwar besitze sie irgendwo ein Parteibuch, aber "es gibt für mich keine Parteidisziplin", so Philipp. Dies sei auch ein Grund dafür, dass sie trotz diverser Störmanöver von einigen hiesigen CDU-Mitgliedern einen guten Draht zur Thüringer CDU-Landesregierung habe.
Mit dem Kreistag wünscht sie sich eine bessere Zusammenarbeit. "Dieses Land hat so große Probleme", sagte Philipp, da helfe kleinkarierte Parteitaktik nicht weiter: "Wir sind alle gewählt, um etwas für die Menschen im Landkreis zu bewegen".
Über mögliche Gegenkandidaten zur Landratswahl im nächsten Jahr wollte sich Philipp nicht äußern. Sie gehe davon aus, dass für die PDS Andreas Grünschneder antreten werde. In der CDU erwägt man nach OTZ-Informationen eine Unterstützung des FDP-Kreisvorsitzenden Volker Weber.
04.07.2005
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