Er freue sich, so der Vorsitzende des SPD-Kreisverbandes Weimar, Carsten Diekmann, „dass wir die Delegierten des Landesparteitags überzeugen konnten.“ Der Vorstand des Weimarer SPD-Kreisverbands hatte gemeinsam mit den Jusos Thüringen beantragt, dass der Satz „Das Landesverwaltungsamt wird aufgelöst“ aus dem SPD-Leitantrag „Aufbruch Thüringen“ entfällt.
Am vergangenen Sonnabend hat nun der SPD-Landesparteitag über dieses Papier beraten und damit über die Grundaussagen der SPD Thüringen zur Landtagswahl 2009. Dabei ist die Landespartei mit deutlicher Mehrheit dem Antrag des SPD-Kreisvorstands und der Jusos Thüringen gefolgt. Diekmann selbst hatte als Delegierter den Antrag nochmals mündlich begründet. Die Formulierung sei „überflüssig und unklug“ gewesen. „Dieser glasharte Satz ließe zudem viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landesverwal-tungsamtes mit Fragen zurück“, so Diekmann, der selbst Mitarbeiter des Landesverwaltungsamts ist. Der SPD sei bewusst, dass das Landesverwaltungsamt gute Arbeit leistet. Deshalb werde die SPD über die Zukunft des Landesverwaltungsamtes nur im Rahmen umfassender Reformüberlegungen entscheiden.
Was die Frage des Spitzenkandidaten für die Landtagswahl angehe, so sei es „auf dem Landesparteitag sicherlich turbulent zugegangen“, erklärte Diek-mann weiter. Die Frage des Spitzenkandidaten sei für jede Partei besonders wichtig. Die SPD könne sich bereits mit Christoph Matschie personell und inhaltlich überzeugend präsentieren. Sie nehme deshalb den Wettstreit, der jetzt beginnt, sportlich und werde ihn fair entscheiden, so Diekmann abschlie-ßend.