Längeres gemeinsames Lernen wird Realität

Veröffentlicht am 29.09.2010 in Bildung & Kultur

In Thüringen wurde in den vergangenen Monaten eine intensive Debatte zur Einführung der Thüringer Gemeinschaftsschule als neue, gleichberechtigte Schulart geführt. Es war eine wichtige Debatte, denn Bildung ist ein, wenn nicht der entscheidende Faktor für die Zukunft unseres Landes.

Am Dienstag dieser Woche hat das Thüringer Kabinett nun das neue Schulgesetz beschlossen und dem Landtag zugeleitet. Nach der Abschaffung der Verwaltungskostenbeiträge an Thüringer Hochschulen und der Verabschiedung des Kita-Gesetzes steht nun das Schulgesetz als weiterer bildungspolitischer Eckpfeiler vor der Beratung im Landtag. Über den Entwurf besteht Einigkeit in der Koalition und in den sie tragenden Fraktionen. Wir sorgen somit dafür, dass Schulfrieden herrscht in Thüringen. Der Weg zum längeren gemeinsamen Lernen in Thüringen ist damit eingeschlagen. Eine große Mehrheit der Thüringerinnen und Thüringer wünscht das: Nach einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung sprechen sich 86 Prozent der Befragten dafür aus. Mit der Thüringer Gemeinschaftsschule:
  • wird längeres gemeinsames Lernen ermöglicht. Schüler und Eltern, müssen die Entscheidung für den angestrebten Abschluss nicht vor Ende der Klassenstufe 8 treffen. Das ermöglicht das Weiterlernen im vertrauten Sozialgefüge nach der Klassenstufe 4.
  • Werden alle Schulabschlüsse unter einem Dach angeboten. Die Gemeinschaftsschule umfasst grundsätzlich die Klassenstufen 1 bis 12.
  • wird individuelle Förderung großgeschrieben. Sie setzt an den Bedingungen vor Ort an und bringt moderne pädagogische Konzepte in den Schulalltag. Sie setzt damit nicht nur einen Impuls für eine neue Schulstruktur, sondern auch eine neue Schulkultur.
  • können auch relativ kleine Schule vor dem Hintergrund geringerer Schülerzahlen bestehen und gleichzeitig eine breite Angebots- und damit auch Abschlussvielfalt sichern.
 
 

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