Am Montag, dem 8. Mai 2006 tagte in Arnstadt der Kreisvorstand der SPD Ilm-Kreis. Auf der Tagesordnung stand die Auswertung der Landrats- und Bürgermeisterwahlen vom 7. Mai.
In einer konstruktiv geführten Sitzung wurden die Wahlergebnisse der Bürgermeister- und des Landratskandidaten analysiert. ?Wir gratulieren allen gewählten Bürgermeistern der SPD herzlichst zu ihren hervorragenden Ergebnissen?, so der Kreisvorsitzende der SPD, Herbert Windmiller.
Mit einem plus von rund 5% im Vergleich zur letzten Landratswahl im Jahre 2000 und einem Zugewinn von rund 11% zur Kreistagswahl im Jahre 2004 zeigte sich der Kreisvorstand mit dem erzielten Ergebnis überaus zufrieden. ?Herbert Windmiller tut der SPD Ilm-Kreis als Kreis- und Fraktionsvorsitzender sehr gut, die Partei ist mit ihm auch weiterhin hervorragend aufgestellt. Er genießt unser vollstes Vertrauen?, so die einstimmige Meinung des SPD Kreisvorstandes.
Im Zuge der Diskussion kam dann das Verhalten des Langewiesener SPD Bürgermeister Horst Brandt zur Sprache. Brandt hatte vor der Landratswahl zur Wahl des CDU Kandidaten aufgerufen, sowie eine gemeinsame Veranstaltung organisiert und damit für reichlich Unverständnis und Kopfschütteln unter den Genossen gesorgt. ?Das gute Ergebnis von Brandt wurde unter anderem auf Kosten der Kreis SPD erzielt. Seine erfolgreiche Wiederwahl ändert nichts an der Tatsache, dass er sich vor, während und nach der Landratswahl sehr unsolidarisch verhalten hat. Brandt hat sich damit als Sozialdemokrat disqualifiziert ? mit seinem Verhalten hat er die Landratswahlen negativ beeinflusst und dem Ansehen der Ilm-Kreis SPD geschadet?, so Stefan Rienecker, stellv. Kreisvorsitzender.
Der Kreisvorstand der SPD Ilm-Kreis missbilligt einstimmig das Verhalten von Horst Brandt und wird in dieser Angelegenheit Gespräche mit Vertretern des SPD Ortsvereins Langewiesen führen. Sollte Brandt nicht umgehend zur Geschlossenheit in der Partei zurückkehren, wird in der nächsten Kreisvorstandssitzung eine abschließende Entscheidung in dieser Personalangelegenheit getroffen. Trotz dieses Wehrmutstropfens appellierte Windmiller am Ende der Sitzung an die Partei, schnell wieder zur Tagesordnung zurückzukehren und weiterhin deutliche sozialdemokratische Akzente in der Kommunalpolitik zu setzen.