Der Münchner Astro- und Plasmaphysiker Harald Lesch kommt auf vielfachen Wunsch erneut zu "Prominente im Gespräch"nach Greiz.
Am 6. September um 19 Uhr soll es im Weißen Saal den inzwischen dritten Teil der Kosmologischen Plaudereien geben.
"Ich weiß nicht, wie mich die Welt einst sehen wird. Was mich betrifft, so komme ich mir vor wie ein kleiner Junge, der am Strand spielt und ab und zu einen Stein oder eine Muschel findet, die schöner als die gewöhnlichen sind, während der Ozean der Wahrheit unentdeckt vor mir liegt", sagte Isaac Newton. Und Albert Einstein betont: "Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle, es ist das Grundgefühl, das an der Wiege von wahrer Wissenschaft und Kunst steht. Wer es nicht kennt und sich nicht mehr wundern, nicht mehr staunen kann, der ist sozusagen tot und sein Auge ist erloschen".
Der Astro- und Plasmaphysiker, Wissenschaftsmoderator der Fernsehsendung "alpha centauri" beim Bayrischen Rundfunk und Leiter der Uni-Sternwarte München, Professor Dr. Harald Lesch, wird wie gesagt, wieder in Greiz zu Gast und Gesprächspartner sein. Nicht minder interessant: Mit großer Wahrscheinlichkeit wird an diesem Abend auch der Greizer Ehrenbürger Dr. Ulf Merbold, erster bundesdeutscher Astronaut im Weltraum, im Publikum sitzen.
Vor 251 Jahren, im Jahre 1755, erschien, ohne damals groß Aufsehen zu erregen, in Königsberg Immanuel Kants Frühwerk "Allgemeine Naturgeschichte und Theorie des Himmels - oder der Versuch von der Verfassung und dem mechanischen Ursprungs des ganzen Weltgebäudes nach newtonschen Grundsätzen abgehandelt". Die "Allgemeine Naturgeschichte" behandelt ein für die damalige Zeit streng physikalisches Problem, den materiellen Ursprung der Welt. Metaphysische Gedanken bleiben dabei weitestgehend im Hintergrund.
Teil des Vortrages von Professor Lesch ist eine Lesung aus Immanuel Kants gleichnamiger, noch heute hochaktueller Schrift. Zudem wird Harald Lesch im Rahmen seiner Darlegungen über die scheinbar profane Tatsache berichten, woher unser Wasser, die Grundlage allen Lebens, kommt und wie es entstand.
Musikalisch umrahmt wird der Abend vom media nox-Trio, bestehend aus Losch, Blumenstein und Seidel.
Zu der von den Firmen Innofol Kunstoffprodukte Greiz, Tischendorf Greiz sowie der Landtagsabgeordneten Heike Taubert und dem Schloßberghotel Greiz geförderten Veranstaltung am Mittwoch sind alle Interessenten herzlich eingeladen.
Quelle: OTZ, LR Greiz, 01.09.2006