Die von der Landesregierung geplante Übergabe der Schulhorte an die Gemeinden wälzt die Kosten auf die Eltern von Grundschülern ab. Die Thüringer Jusos fordern den Erhalt der Schulhorte. Nur durch die Trägerschaft des Landes können die Art und Qualität der Betreuungs-, Bildungs- und Erziehungsangebote erhalten bleiben.
Die Aufgabe an die Gemeinden zu übergeben, fördert die räumliche Entfernung von Schulhort und Grundschule. Die Kommunen werden durch finanzielle Engpässe dazu genötigt sein die Schulhorte an freie Träger zu übergeben, die sich günstige Räume zur Miete suchen werden. Selbst die CDU-Mitglieder des Landkreistages halten eine Übergabe an die Kommunen nicht für sinnvoll, da eine geplante Aufgabenteilung längerfristig zu höheren Kosten beim Staat führe. Durch die Herabsetzung der Bildungsqualität verspielt Thüringen die eigene Zukunft. Von den Kindern als das vielbeschworene Zukunftskapital kann die Landesregierung nicht mehr sprechen. Das wäre eine Verhöhnung der zukünftigen Generation.