Günter Kramer, der älteste Greizer Stadtrat, vereidigte gestern den neuen Greizer Bürgermeister Gerd Grüner.
Bürgermeister Gerd Grüner kündigt in seiner Antrittsrede auch Abriss des Torhauses an
Es werde gerade in der heutigen Zeit immer schwieriger, bestimmte Vorstellungen im Umfeld der finanziellen Zwänge zu realisieren. Kommunale Selbstverwaltung sei zunehmend ein leerer Torso, stellte der neu gewählte Bürgermeister Gerd Grüner (SPD) in seiner Antrittsrede gestern vor dem Greizer Stadtrat fest. Dennoch, so sein Ziel, müsse man gemeinsam den Stadthaushalt mit der notwendigen Manövriermasse für Investitionen und soziale Projekte ausstatten. Neben dem Vorhaben Stadthalle, dessen Finanzierung in den nächsten Wochen von den Fraktionen zu diskutieren sein werde, sprach Grüner die Umstrukturierungen bei den Kindertagesstätten an, die sich aus der Politik der Landesregierung ergeben. "Mein Ziel ist es dabei, die zwangsläufig notwendigen Veränderungen in der Beitragshöhe so zu gestalten, dass ein soziales, bezahlbares Angebot in der Stadt erhalten bleibt", verspricht der SPD-Mann. Es müsse aber vor allem gelingen, die notwendige Zahl von Arbeitsplätzen in Greiz zu sichern und neue Arbeitsplätze zu schaffen, peilt er ein Miteinander mit der Wirtschaft an.
Die Verbesserung der Durchlassfähigkeit des Greizer Straßennetzes - die Sanierung der Mylauer Brücke 2007 und die Stützmauersanierung Bruno-Bergner-/Zeulenrodaer Straße - stehe ebenso auf der Agenda wie die Fertigstellung der Carolinen- und der Reichenbacher Straße. Auch die überregionale Anbindung von Greiz an die Westtangente in Westsachsen bleibe ein Thema. Die Innenstadt nicht zuletzt im Hinblick auf die 800-Jahr-Feier attraktiver zu machen, das müsste, so Grüner, Anliegen aller Greizer sein. Im nunmehr genehmigten Abriss des maroden Torhauses des Marstalls, der am 18. September beginnen soll, sieht der Bürgermeister einen Beitrag zur Schandfleck-Beseitigung.
Quelle: OTZ, LR Greiz, Text Kathrin Schulz, Foto Christian Freund, 13.09.2006