Th. Levknecht vor dem Eingang des einstigen Ferienhotels am „Roesesche Hölzchen“ Tiere des Waldes atmen auf
Das „Licht-, Luft- und Brausebad“ am „Roesesche Hölzchen“ in Eisenach, nördliches Vorgelände der Wartburg, vom Südrand des Alten Friedhofes bis zum Zeisiggrund, zwischen Schlossberg und Eselstation gelegen, gehörte zu DDR-Zeiten zu einem beliebten Naherholungsort. In unmittelbarer Nähe entstand auch ein Ferienhotel des FER. Beides ist längst Geschichte. Vom „Licht-, Luft- und Brausebad“ zeugen nur noch wenige Überbleibsel. Das Gebäude des Ferienhotels indes steht noch mitten im Wald; die Scheiben eingeschlagen, Türen und Fenster mit Brettern vernagelt und die Natur ergreift inzwischen mehr und mehr Besitz. Vor einigen Monaten meldete sich bei der Stadtverwaltung Eisenach ein Interessent, der in dem Gebäude ein Seminarhotel mit besonderer Ausrichtung (Outdoor) errichten wollte.
Der zuständige Bauausschuss des Stadtrates traf sich zu einem Vorort-Termin auf dem „Roesesche Hölzchen“, diskutierte das Für und Wider. Soll das leerstehende Gebäude mitten im Wald wieder einer Nutzung zugeführt werden? Doch dafür müsste eine verkehrstechnische Anbindung im Begegnungsverkehr erfolgen; für Betreiber, Belieferung, Gäste und Notdienste. Der Bequemlichkeit geschuldet, wäre wahrscheinlich auch ein Parkplatz direkt am Gebäude, mitten im Wald, vonnöten. Ist der Eingriff in die Natur und die Belastung für die Tiere des Waldes verantwortbar? Die Meinungen prallten beim Vorort-Termin des Ausschusses aufeinander. Zur Konkretisierung der Pläne wurde der Interessent zu einer Bauausschuss-Sitzung eingeladen. Zur jüngsten Beratung des Fachausschusses wurde auf Nachfrage informiert, das seitens des Bewerbers für ein Seminarhotel am „Roesesche Hölzchen“ kein Interesse mehr besteht.
Th. Levknecht