Gestern machte Kurt Beck, Parteivorsitzender der SPD der Forderung nach einem gesetzlichen und allgemeinen Mindestlohn von 7,50 Euro in einem Stern-Interview eine Absage. Martin Margraf, Mitglied des Sprecherrats der Jusos Jena erklärte dazu: ?Kurt Beck verschließt die Augen vor den Bedürfnissen der Erwerbstätigen im Niedriglohnsektor.
"Nur durch einen gesetzlichen Mindestlohn kann dem sich ausbreitenden Lohndumping Einhalt geboten werden. Es gehört zur Würde des Menschen, dass er von dem Lohn seiner Arbeit leben kann?, so Martin Margraf weiter.
Die Jusos und die Juso-Hochschulgruppe weisen die Absage von Kurt Beck an den Mindestlohn entschieden zurück. Aus Sicht der Jusos Jena hat sich mit der Aussage des Parteivorsitzenden die Haltung der SPD noch nicht endgültig festgelegt. ?Wir werden versuchen auf die SPD und Kurt Beck weiter einzuwirken um den Mindestlohn zu einer Forderung der Partei zu machen. Desweiteren werden wir die Kampagne ?Mindestlohn muss sein!? der Thüringer Jusos weiter vorantreiben?, erklärte Martin Margraf.
Frank Dörfler, Mitglied des Vorstandes der Juso-Hochschulgruppe erklärte: ?Gerade für die Situation der zunehmend erwerbstätigen Studierenden ist ein Mindestlohn unabdinglich. Denn diese werden derzeit immer stärker von Unternehmern als billige Arbeitskräfte missbraucht!?
Die Jusos Jena und die Juso-Hochschulgruppe Jena fordern einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn und nicht nur für den Bausektor und die Gebäudereiniger!