Aus Sicht der Jusos Thüringen betreibt der CDU-Fraktionsvorsitzende Mike Mohring ein gefährliches Spiel um die Einführung der Thüringer Gemeinschaftsschule.
„Das Vorgehen der CDU Thüringen ist reines politisches Kalkül auf Kosten der Kinder, Eltern und Lehrer“, kommentiert Diana Lehmann, Landesvorsitzende der Jusos Thüringen, die neu entfachte Debatte.
Noch unverständlicher wird Mohrings Vorstoß dadurch, dass viele CDU-Kommunalpolitiker die Einführung der Gemeinschaftsschule vor Ort forcieren. „Am Beispiel Jena zeigt sich, wie dort der gesamte Stadtrat hinter der Einführung der Gemeinschaftsschule steht. In den letzten Jahren haben alle die positiven Effekte von längerem gemeinsamem Lernen an ähnlichen reformpädagogischen Schulen erkannt“, so Diana Lehmann weiter.
Die Jusos Thüringen erwarten nun ein klares Statement der Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht gegenüber ihrem Fraktionsvorsitzenden. „Es gibt einen gültigen Koalitionsvertrag als Grundlage einer gemeinsamen Regierung. Frau Lieberknecht muss nun ihre Richtlinienkompetenz unter Beweis stellen und die CDU auf Linie bringen und Querulant Mohring einfangen“, so Diana Lehmann abschließend.