Eric, Martin und Frank im Plenum
Vom 06. - 08.10. fand in Berlin der BAföG-Kongress der Juso-HSGen statt. Aus Jena waren Fabian, Martin, Eric und Frank dabei.
Vom 06. - 08.10. fand in Berlin der BAföG-Kongress der Juso-HSGen statt. Aus Jena waren Fabian, Martin, Eric und Frank dabei.
Freitag, 06.10.06:
Trotz Zugverspätung kommen Martin, Fabian, Eric und Frank (Juso-HSG Jena) noch ins Paul-Löbe-Haus und können sich die Podiumsdiskussion zwischen Hilla Staib (JusoHSG-BuVo), Achim Meyer auf der Heyde (DSW), Herbert Hönigsberger (Heinrich-Böll-Stiftung) und Dr. Christoph Anz (BDA), moderiert von Karl-Heinz Reith (dpa) zur Zukunft der Studienfinanzierung zu Genüge ziehen. Es wurde wieder einmal deutlich das privatwirtschaftliche Stipendien keine Perspektive bieten. Denn selbst wenn Studiengebühren eingeführt werden, werden wahrscheinlich nur besonders Begabte gefördert und dies auch nur in breitem Maße, wenn sich die Qualifikation der Studierenden verbessere. Ohne eine verbesserte Hochschul- und Studienfinanzierung kann sich deren Qualifikation aber nicht verbessern!
Samstag, 07.10.06:
Martin und Eric verlassen den Kongress der Juso-Hochschulgruppen und gehen zum Forum der parlamentarischen Linken in der SPD. Vormittags werden nach einem Impulsreferat von Martin Timpe (JusoHSG-BuVo) vier verschiedene Foren zu Studiengebühren, Studienkrediten, Stipendien und BAföG angeboten. Frank besucht das BAföG-Forum, bekommt dort einen Überblick über die Geschichte des BAföG und dessen Schwächen. Zugleich werden ihm die Verbesserung einer elternunabhängigen Studienförderung mit und ohne Sockelbetrag erläutert. Fabian besucht das Forum zu Studiengebühren und bekam die verschiedenen Gebührenmodelle der einzelnen Länder und deren sozial selektive Wirkung erläutert.
Nach dem Mittagsessen hält Colin Tück (ESIB) ein Impulsreferat zum Thema Studienfinanzierung in Europa. Als Fazit muss man ziehen, dass die elternunabhängige Förderung über einen festen Zuschuss in Finnland die geringste soziale Selektivität im Bildunsgssytem erzeugt. Danach werden drei verschiedene Foren zur Studienfinanzierung in Großbritannien, Schweden und Österreich angeboten. Frank geht ins schwedische Forum, in dem ihm die elternunabhängige Förderung durch Zuschuss und Kredit während der Studiensemester erläutert werden. Neben der geringen finanziellen Sorgen während des Semesters bietet das schwedische System auch eine stärkere Flexibilität an. Fabian besucht das britische Forum. Hier wird nur durch Kredite gefördert. Diese können teilweise eine beträchtliche Höhe erreichen. Dennoch liegt Grossbritannien mit einer 40%-Akademikerquote im OECD-Schnitt. Dies ist durch die größere Bereitschaft zur Schuldenaufnahme, aber v.a. der besseren Arbeitsplatzchance und der höheren Einkommen zu erklären.Anschließend wird von Dr. Roman Jaich der Vorschlag der Expertenkommision zu einem Gesetz für lebenslanges Lernen ? das Bildungsförderungsgesetz (BifG) vorgestellt. Es bietet wenig Perspektiven für eine verbesserte Studienfinanzierung.
Am Abend können die Jenaer Jusos einer Lesung des Titanic-Autors Thomas Gsella im Willy-Brandt-Haus beiwohnen.
Sonntag, 07.10.06:
Die Podiumsdiskussion über Perspektiven der Studienfinanzierung in der SPD, zwischen Sascha Vogt (JusoHSG-BuVo), Christoph Matschie (SPD-Präsidium), Ernst-Dieter Rossmann (MdB), moderiert von Bettina Martin (Präsidium) fördert außer dem schweren Stand für einen Ausbau des BAföG in der großen Koalition wenig zu Tage. Nach dem Ende der Diskussion über eine Veränderung der Studienfinanzierung im Jahr 2000 hat die SPD keine neuen Konzepte mehr entwickelt. Hier gilt es anzusetzen und sich für eine elternunabhängige Förderung ob mit oder ohne Socklbetrag stark zu machen!
Fazit:
Alles in allem war es ein gelungener Kongress, der verdeutlichte, dass die ?Baustelle Studienfinazierung? noch lange nicht abgeschlossen ist.
Homepage Juso-HSG Jena
Leider gibt es die gesuchte Seite nicht oder nicht mehr.