Zu den Äusserungen des Landesvorsitzenden des Rings christlicher demokratischer Studenten (RCDS) Michael Hose in der OTZ vom 24.07.06, erklärt Marc Emmerich, Vorsitzender der Juso-HSG Jena: ?Michael Hose ignoriert die vielen Studierenden, die ihn in Jena auf der Vollversammlung ausgepfiffen haben und sorgt sich stattdessen um seine Beziehungen zur Spitze der Thüringer CDU.?
Es sind schon sehr harte Tage für Michael Hose und seinen RCDS zum Ende des letzten Semesters gewesen. Erst wird er persönlich auf der Vollversammlung und seine Haltung pro Gebühren und neues Hochschulgesetz ausgebuht und dann brach thüringenweit auch noch die Entrüstung über die schlechte Hochschulpolitik der Regierung Althaus unter den Studierenden aus.
Da ist es kein Wunder, wenn Dieter Althaus sich wenigstens einen Studenten einlädt, der sein möglicherweise angeschlagenes Ego streichelt. Es ist geradezu rührend, dass der RCDS-Landesvorsitzende der Landesregierung klar machen muss, das wenigstens der RCDS noch hinter der miserablen Hochschulpolitik der CDU steht. Sehr viele Stuierende können mit der geplanten Hochschulreform nämlich gar nichts anfangen.
Das Michael Hose die Proteste des letzten Semesters als hektisch un damit unangemessen kritisiert, ist schlicht unakzeptabel. Marc Emmerich: ?Die friedlichen Proteste sind absolut angebracht. Das neue Hochschulgesetz verabschiedet sich von der Idee einer demokratischen Hochschule schafft die allgemeine Gebührenfreiheit ab. Wenn Studierende sich gegen Demokratieabbau und soziale Ungerechtigkeit an er Hochschule wehren ist dies absolut leitim.?
Mit Hektik hat dies nichts zu tun. Als hektisch kann man eher den engen Zeitplan der Landesregierung für das Gesetzgebungsverfahren bezeichnen. Am 01.01.2007 soll das Gesetz schon in Kraft treten. Ein so miserables Gesetz kann man eben nicht schell genug durchkriegen.