Juso-HSG: Gebühren zwingen Studis in die Schuldenfalle!

Veröffentlicht am 10.04.2006 in Allgemein

Zum 01.04.06 trat in NRW das Studienbeitragsgesetz in Kraft. Ab dem SoSe 2007 können die Hochschulen von Aachen bis nach Bielefeld Studiengebühren in einer Höhe von 500 Euro pro Semester verlangen.

Wohin das führt zeigt der neue Studienkredit der KfW-Banken, der sinnigerweise auch zum 01.04. eingeführt wurde, in Zukunft sollen Studis sich für ihr Studium verschulden. Damit wird jungen Menschen die Bürde auferlegt, sich unter staatlich diktierten Geldnöten eine Existenz aufbauen. Das jüngste Beispiel aus NRW, aber auch die Beispiele aus Niedersachsen und Baden-Württemberg, wo Studiengebühren bereits von den Landtagen beschlossen wurden oder die entsprechenden Regierungsbeschlüsse aus Bayern, Hamburg und dem Saarland zeigen was auf Thüringen ab 2009 zukommen soll: Studiengebühren die nicht weniger als satte 500 Euro betragen werden. In allen erwähnten Ländern, ausser Bayern und dem Saarland, die einen Spielraum zwischen 300 und 500 Euro festlegen wollen, sind Einheitsgebühren in dieser Höhe geplant.
Studieren wird richtig teuer werden durch Gebühren. So teuer, dass sich Studis verschulden werden müssen. Das haben auch die verantwortlichern Landespolitiker erkannt. Die Landesförderbanken sollen in Zukunft Darlehen zur Finanzierung der Gebühren anbieten.
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau bietet schon jetzt einen staatlichen Studienkredit an.
Diese Gebührendarlehen sollen sich auf die Regelstudienzeit plus optional vier zusätzliche Semester erstrecken. Die Rückzahlung soll spätestens zwei Jahre nach dem Verlassen der Uni einsetzen. Der Zinssatz soll bei durchschnittlich guten sechs Prozent liegen. Vorbei ist es also mit dem Versprechen, dass diese Kredite zinslos sein werden. Dass die Rückzahlung der Gebührendarlehen ab einer durchschnittlichen Höhe von 10000 bis 12000 Euro BaföG ? Schulden gekappt werden soll, ist nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Denn diese Grenzen machen klar, dass es ab sofort zum guten Ton gehören soll mit 10000 Euro und mehr Schulden die Uni zu verlassen. Es sei denn, man hat eben reiche Eltern. Von wegen also sozial verträgliche Gebührenmodelle. Deutschland scheint keine Akademiker mehr zu brauchen, wenn man den angehenden Studis einen Start ins Leben im Minus anbietet.

Diesem Trend zur Verarmung der Bildungslandschaft Deutschland im doppelten Sinne muss jetzt entgegengetreten werden. Der LZaS, ein Vereinigung von Studis an der FSU veranstaltet auf www.uni-jena.de/umfrage noch bis 15. Mai eine Umfrage zu Studiengebühren in Thüringen.
Jeder Studi an der FSU hat mit seinen Semesterunterlagen einen eigenen Login bekommen. Macht also mit und setzt ein deutliches Zeichen gegen Studiengebühren! Kämpft für Eure eigene Zukunft

 
 

Homepage Juso-HSG Jena

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