Der Bund soll nach dem Willen der Kommision für die Föderalismusreform seine Kompetenzen für den Hochschulbereich drastisch einschränken. Das ist der Aufbruch zum Ende eines vernünftigen Hochschulwesens.
Wenn es nach dem Willen der Föderalismusreformkommision gehen soll, gibt der Bund seine Rahmengesetzgebungskompetenz für den Hochschulbereich ab. Nur die Rahmengesetzgebung für den Hochschulzugang und die Studienabschlüsse sollen dem Bund noch erhalten bleiben.
Sollten die Länder in Zukunft im Hochschulbereich das alleinige Zepter übernehmen und damit die verschiedenen Hochschulstandorte nur noch ihren eigenen Weg gehen, zeichnet sich ein tiefes Gefälle im Bildungsraum Deutschland ab. Es werden in etlichen Regionen Hochschulen wegen mangelnder finanzieller Unterstützung im Vergleich zu anderen Unis zu Universitäten zweiter Klasse werden. Damit wird den Studenten auch die Möglichkeit zur Mobilität zwischen den Hochschulen genommen.
Dieser Schritt zur bildungspolitsichen Kleinstaaterei ist schlichtweg lachhaft, wenn man bedenkt das die EU künftig die Zusammenarbeit im Bereich der Hochschulen verstärken will.
Die Juso-HSG fordert die Mitglieder der SPD-Fraktion im Bundestag auf, gegen die Föderalsismusreform zu stimmen. Damit diesem närrischen und schädlichen Rückschritt ins Feudalwesen ein Ende bereitet wird.