Sozial- und Kulturdezernent Dr. Albrecht Schröter hat sich für die Schaffung der Stelle eines Stadtarchitekten innerhalb der Stadtverwaltung ausgesprochen.
Nicht nur aus baulicher, sondern auch aus soziales und kultureller Sicht sei es notwendig, Bauvorhaben noch besser als bisher mit ihrem Umfeld abzustimmen und mit Blick auf die zu erwartenden Gesamtentwicklung der Stadt abzuwägen. Als Beispiele nannte er die geplante Bebauung des Eichplatzes wie die Areale Lutherplatz, Inselplatz und Busbahnhof. Auch in den großen Wohngebieten müssten bauliche Entscheidungen, z.B. die Bebauung der Kulturhausfläche in Lobeda-West, auf ihre Langzeitwirkung geprüft werden.
"Wir müssen Investoren zwingen, gut zu bauen, denn das ist die beste Werbung für weitere und neue Investoren. In der Stadtverwaltung muss es Mitarbeiter geben, die die Interessen der Stadt erkennen und noch besser gegenüber individuellen Interessen Einzelner geschickt vertreten. Dazu braucht es Augenmaß und Sachverstand, denn es geht hier um viel Geld, meist das Geld von anderen oder gar Steuerzahlern," so Schröter.
Es sei zu bedenken, dass die Interessen der Stadt bzw. die Interessen aller Bürger der Stadt langfristig vertreten werden müssen. "Unsere Kinder und Enkelkinder müssen sich noch mit unserer Stadt identifizieren können, die ihr Einzigartigkeit behalten muss," ergänzte Schröter mit Blick in die Zukunft.