Wolfgang Seifert
Der Greizer Wolfgang Seifert übergibt Spende an Kinderheim in Kathmandu
Der Greizer Wolfgang Seifert übergibt Spende an Kinderheim in Kathmandu
Von Kathrin Schulz Greiz. Seit der Greizer Wolfgang Seifert im Jahr 2003 erstmals nach Nepal reiste, ist er vom Dach der Welt schlichtweg fasziniert. Allerdings lässt ihn seitdem auch eine andere Seite Nepals nicht los: Die unvorstellbare Kinderarmut und hohe Kindersterblichkeit im Land veranlasste den sozial engagierten Greizer Stadtrat, sich einer Hilfsaktion nepalesischer Bergführer anzuschließen, die ein Kinderheim am Stadtrand von Kathmandu aufbauten.
Wichtige Einnahmequelle des "Poor and orphan children relief center" sind Kalender mit wunderschönen Fotos, die die Bergführer - unter ihnen auch Seiferts Freund Sherpa Hakar Tamang, der in Greiz bei "Prominente im Gespräch" schon zu Gast war - selbst aufnehmen.
Vielen Greizern sind die Kalender mit faszinierenden Fotos aus der Bergwelt Nepals schon bekannt: Sobald sie bei Seifert ankommen, kann er auf die Hilfe der beiden Greizer Buchhandlungen "Bücherwurm" und Jäkel zählen, die sie ohne Provision an die Kunden bringen, wofür Seifert herzlich dankt. Für September erwartet er übrigens die aktuelle 2009-er Auflage.
Generell legt er großen Wert darauf, dass "jeder Cent dort ankommt, wofür er bestimmt ist". Mit gut 1000 Euro im Gepäck reiste Wolfgang Seifert in diesem Sommer nach Kathmandu, die er als Spende im Kinderheim an Hakar Tamang direkt übergeben konnte. Einnahmen aus dem Kalenderverkauf, aber auch weitere Spenden, wie beispielsweise von der Gymnastikgruppe des Hainberger SV. Das Geld, so schätzt er, reicht für gut ein halbes Jahr Verpflegung für alle Kinder, die dort ein Dach überm Kopf, zu essen und vor allem auch eine vernünftige Schulbildung gefunden haben. Zehn Kinder leben jetzt in zwei eingeschossigen Gebäuden mit Toilette und Waschraum sowie Kochmöglichkeit. "Bei weitem kein Luxus, aber Hilfe zur Selbsthilfe", wie Seifert betont. Denn die Schulbildung ermöglicht den Waisen- und Straßenkindern einen Start ins Leben, der für sie sonst unmöglich ist. Wegen der hohen Kindersterblichkeit erhalten die Jungen und Mädchen in Nepal erst mit fünf Jahren einen Namen und werden offiziell registriert.
Vier weitere Kinder werden von Herbergsmutter Prerana Tamang in der nächsten Zeit erwartet. Jeweils nach den finanziellen Möglichkeiten soll das Kinderheim erweitert werden. Das Grundstück von Hauptinitiator Sudama Karki bietet genügend Platz dafür.
Die leuchtenden Kinderaugen und das Bedürfnis der viereinhalb- bis elfjährigen Kinder nach Geborgenheit haben Wolfgang Seifert bei seinem Besuch in Kathmandu tief berührt. Kaum zu beschreiben sei die Freude der kleinen Nepalesen über kleine Plüschtiere oder Malbücher, die unter anderem die Greizer Energieversorgung für den Besuch zur Verfügung gestellt hatte.
Auch Hakar Tamang und seine Mitstreiter bedankten sich vor Ort außerordentlich herzlich bei Wolfgang Seifert für die Hilfe aus Greiz. Dafür, dass sie sie auch weiter bekommen, möchte er gern sorgen.
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