Die Jusos Thüringen lehnen die Pläne des Kultusministers ab, nach der Pleite vor dem Oberverwaltungsgericht die Lernmittelpauschale nun in Gesetzesform zu gießen. Auch wenn es Ausnahmeregelungen für Geringverdiener geben soll, darf der Zugang zu Bildung nicht mit Stolpersteinen gepflastert werden.
Im Handeln der Landesregierung zeichnet sich derzeit ein Trend ab, der die enorme Selektivität des deutschen Bildungswesens noch weiter fördert.
Als weiterer Anhaltspunkt muss hier die geplante Einführung des Verwaltungskostenbeitrages gesehen werden, der nächste Woche zusammen mit dem Demokratieabbau im Thüringer Hochschulgesetz Gesetzeskraft erlangen soll.
Peter Metz, Landesvorsitzender der Thüringer Jusos, der darin schon die Einführung von Studiengebühren sieht, meint dazu: ?Wenn der Weg zu Bildung in Thüringen demnächst zum Hürdenlauf wird, den nur Kinder reicher Eltern bestreiten können, braucht man sich über die derzeit geführte ?Unterschichtendebatte? nicht zu wundern.?