Zur Vorstellung des Gesetzentwurfs der hessischen Landesregierung zur Einführung von Studiengebühren erklärt Sascha Vogt, Mitglied im Bundesvorstand der Juso- Hochschulgruppen: ?Mit den Planungen der hessischen Landesregierung werden die wahren Ziele der unionsgeführten Bundesländer deutlich: Es geht perspektivisch nicht um Studiengebühren von 500 Euro, sondern um deutlich höhere Beträge.
Bereits in wenigen Jahren soll ein Master-Studium 1.500 Euro pro Semester kosten. Ausländische Studierende sollen ab sofort mit dieser Gebührenhöhe diskriminiert werden.
Die Zusicherung der Unionsländer, die Gebühren auf 500 Euro zu begrenzen ist damit als Augenwischerei enttarnt. Damit geht der Zug noch deutlicher in Richtung einer Zwei-Klassen-Gesellschaft: Studierende aus einkommensschwächeren Schichten werden schon von 500 Euro pro Semester abgeschreckt, bei einer Gebühr von 1.500 Euro werden sie ein Master-Studium erst recht nicht
mehr aufnehmen.Ausländische Studierende aus Entwicklungsländern sollen zudem bewusst ausgegrenzt werden. Diese Regelungen sind ein Skandal.
Wir Juso-Hochschulgruppen setzen uns weiterhin für ein gebührenfreies Studium ein und sehen uns durch die Pläne Hessens in unserer Haltung erst Recht bestätigt.?