„Thüringens Schulwesen muss dringend reformiert werden“, sagt
SPD-Bildungspolitiker Hans-Jürgen Döring.
Die jetzt von Kultusminister
Müller angekündigten 1.000 zusätzlichen Lehrerstellen – dieses
Stellenpotenzial entsteht durch die notwendig gewordene
Vollzeitverbeamtung – sollen unbedingt für die qualitative
Weiterentwicklung des Thüringer Schulwesens genutzt werden. „Wir
brauchen dringend weitere Ganztagsschulen“, sagt der
bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion und verweist auf
einen entsprechenden Antrag seiner Fraktion für das bevorstehende
Plenum.
Hans-Jürgen Döring sieht großen Personalbedarf im Lehrerbereich –
insbesondere bei den Ganztagsschulen. Nach seinen Informationen befinden
sich derzeit rund 200 Thüringer Schulen auf dem Weg zur Ganztagsschule.
„An dieser Stelle entsteht zwangsläufig ein hoher personeller
Mehrbedarf, den das Kultusministerium bisher nicht ausreichend abdecken
kann“, sagt Döring. Das durch die Vollzeitverbeamtung entstehende
Personalplus könne diese Lücke hingegen schließen.
„Mit einem gezielten Personaleinsatz wird die hohe Bereitschaft
Thüringer Schulen, sich zu Ganztagsschulen weiterzuentwickeln, vom
Land endlich angemessen unterstützt“, sagt der Bildungspolitiker. Er
sieht sich mit seiner Forderung auch in Übereinstimmung mit der
aktuellen Bildungsstudie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.
„Das Ganztagsschul-Programm – insbesondere mit vollgebundenen
Unterrichtsangeboten – ist ausbaufähig“, wird dort Thüringen ins
Stammbuch geschrieben.