
Für unsere Maizeitung hat der Juso-Landesvorsitzende Markus Giebe einen Beitrag verfasst, in dem er die Frage der Ausbildungsqualität in den Mittelpunkt zukunftsweisender Politik für den Freistaat stellt.

Für unsere Maizeitung hat der Juso-Landesvorsitzende Markus Giebe einen Beitrag verfasst, in dem er die Frage der Ausbildungsqualität in den Mittelpunkt zukunftsweisender Politik für den Freistaat stellt.
In den letzten Jahren haben mehr Menschen Thüringen verlassen, als nach Thüringen gezogen sind. Schaut man sich den Wanderungssaldo zwischen 2008 und 2013 an, so hat Thüringen allein über 32.000 Einwohner durch Wegzug verloren. Vor allem junge Menschen entscheiden sich dafür ihre berufliche Zukunft in einem anderen Bundesland zu suchen. Im Widerspruch dazu stehen die jährlichen Mitteilungen von zahlreichen unbesetzten Ausbildungsplätzen und dem drohenden Fachkräftemangel. Laut Statistik der Agentur für Arbeit blieben in Thüringen im Jahr 2014 etwa 2000 Ausbildungsplätze unbesetzt.
Junge Menschen sind mobiler geworden, die Nähe zum Geburtsort und den Eltern verlieren an Bedeutung, auch weil soziale Medien und Reisefreiheit heute einen neuen Erfahrungshorizont ermöglichen. Dagegen stehen Fragen von Entlohnung, Übernahmegarantie, Aufstiegsperspektiven und der Qualität von Ausbildung zunehmend im Fokus. Nach den Ergebnissen der Jugendbefragung der Jusos Thüringen aus dem Jahr 2014, stimmen etwa 65 Prozent der These zu „Ich würde bei besserer Bezahlung in ein anderes Bundesland ziehen“.
Die SPD und die Jusos stellen sich diesen Herausforderungen. Wir wollen die Rahmenbedingungen für Auszubildende in Thüringen verbessern, indem wir die Ausbildungsqualität erhöhen und ein flächendeckendes Azubiticket für den öffentlichen Personennahverkehr einführen. Im Rahmen der „Landesstrategie Gute Ausbildung“ wollen wir mit Gewerkschaften, Kammern und der Bundesagentur für Arbeit Fragen geringer Tarifbindung Thüringer Unternehmen und damit fehlender Verbindlichkeiten bei der Entlohnung und Übernahmeregelungen in den Fokus stellen.
Ein drohender Fachkräftemangel ist nur abzuwenden, wenn Thüringen als Standort für gute Ausbildung von sich reden macht und Ausstrahlungskraft für junge Menschen über Thüringen hinaus entwickelt. Der Stellenwert der Berufsausbildung kann daher gar nicht hoch genug sein. Es muss deutlich werden: Wir haben ein Angebot für junge Menschen.
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