
Gerd Grüner gibt Parteiamt im Ortsverein ab

Gerd Grüner gibt Parteiamt im Ortsverein ab
Einmütig wählten die 24 anwesenden Genossen des SPD-Ortsvereins Greiz am Montagabend Wolfgang Seifert zu ihrem neuen Ortsvereinsvorsitzenden. Der 51-jährige Greizer tritt damit die Nachfolge von Gerd Grüner an, der sich wegen der umfangreichen Aufgaben, die er als Bürgermeister der Stadt zu bewältigen hat, aus diesem Parteiamt verabschiedete.
Seifert, der bei der Greizer Freizeit- und Dienstleistungs-GmbH als Leiter der Eisbahn angestellt ist, hatte das Neue Forum in Greiz mitbegründet und war zum Jahresauftakt 1994 in die SPD eingetreten. Seit Anfang der neunziger Jahre sitzt Wolfgang Seifert im Greizer Stadtrat. Für die nächsten zweieinhalb Jahre übernimmt er jetzt also den Vorsitz des Ortsvereins der Greizer SPD, dem über 60 Genossinnen und Genossen angehören.
Die zurück liegende Legislaturperiode seit April 2004 sei vor allem durch Wahlkämpfe geprägt gewesen, erinnerte Gerd Grüner in einem kurzen Rückblick. Und sieht auch in der jüngsten Landratswahl, die SPD-Bewerberin Heike Taubert bis auf 55 Stimmen an die CDU-Amtsinhaberin heran geführt habe, ein klar positives Signal. Einen erfolgreichen Weg bilanziert Grüner in Greiz nicht zuletzt durch das geschlossene Auftreten der SPD-Stadtratsfraktion. Der neue Bürgermeister nutzte die Gelegenheit, sich sowohl beim Parteivorstand als auch bei seinem Vorgänger im Amt, Dr. Andreas Hemmann, nochmals für seinen Einsatz und die gute persönliche Zusammenarbeit zu bedanken.
"Kein Stadtrat kassiert den Bürger gern ab. Aber wir wollen Verantwortung übernehmen und das Machbare leisten, im Gegensatz zu jenen Fraktionen, die stets nur dagegen sind", umreißt auch Harald Jatho das Credo der SPD-Fraktion im Stadtrat.
Ein unbestreitbares Plus sei die Gründung der Juso-Gruppe in der Stadt mit 8 Mitgliedern und im Kreis mit 39 Mitstreitern, betonte Grüner, der die Nominierung von Stephan Marek aus den Reihen der Jusos für den Ortsvereinsvorstand außerordentlich begrüßte. Marek, der als Produktmanager in Berlin arbeitet, wurde schließlich mit 20 Stimmen als Beisitzer in den Parteivorstand der Greizer SPD gewählt. Gerd Grüner und Günter Kramer werden künftig Stellvertreter sein. Dr. Andreas Hemmann, Michael Hendel, Harald Jatho und Ines Watzek komplettieren die Beisitzer-Runde, Barbara Jugel wurde als Kassiererin im Amt bestätigt - in ihrem Bericht hatte sie u. a. bestätigen können, dass trotz Ausgaben von 5311 Euro für den Kommunalwahlkampf die Parteikasse "wenig gerupft" aus dieser Wahlperiode hervor gehe. Als Revisoren werden Manfred Queck und Jutta Gropp tätig sein. Angelika Männel hatte in der Diskussion angeregt, dass Harald Seidels Engagement für die auch außerhalb von Greiz stark beachtete Reihe "Prominente im Gespräch" öffentlich gewürdigt werden sollte.
Trotz "gigantischer Aufgaben", die vor allem auch das Superwahljahr 2009 mit Stadtrats-, Kreistags-, Europa- und Bundestagswahl bereit halte - nicht zu vergessen die 800-Jahrfeier in Greiz - ist Wolfgang Seifert vor der Zukunft nicht bange. Schließlich habe er schon einige Wahlkämpfe durchgestanden, kommentiert er seine Wahl zum Vorsitzenden der Greizer SPD. Darauf, dass die Jusos frischen Wind in den Vorstand bringen, freut sich der 51-Jährige, der für jeden, der einen ehrlichen Beitrag zum Gemeinwohl bringen will, ein allzeit aufgeschlossener Gesprächspartner sein möchte.
Quelle: TEXT: Katrin Schulz, OTZ, Lokalredaktion Greiz, Ausgabe vom 07.03.2007, Foto: Thomas LiehrHomepage SPD-Kreisverband Greiz
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