Unentschiedenheit wirft Hans-Jürgen Döring, bildungspolitischer
Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Thüringens Kultusminister Goebel in
der Frage der Einführung eines bundesweiten Zentralabiturs vor.
SPD-Politiker Döring: Goebel soll sich für ein bundesweites
Zentralabitur
einsetzen - Schlingerkurs des Kultusministeriums beenden
Unentschiedenheit wirft Hans-Jürgen Döring, bildungspolitischer
Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Thüringens Kultusminister Goebel in
der Frage der Einführung eines bundesweiten Zentralabiturs vor. Hatte
sich Kultusminister Goebel noch vor wenigen Wochen vehement gegen eine
derartige bundeseinheitliche Abschlussprüfung ausgesprochen, sei er nun
unter bestimmten Bedingungen dafür. „Anstatt sich eindeutig für eine
größere Vereinheitlichung des zersplitterten deutschen Schulwesens
einzusetzen, fährt die Landesregierung wieder einmal einen
bildungspolitischen Schlingerkurs“, sagt Döring.
Der SPD-Bildungsexperte fordert Goebel auf, bei der heutigen
Kultusministerkonferenz eine klare Position für ein bundesweites
Zentralabitur einzunehmen. „Die Bildungs-Kleinstaaterei in Deutschland
muss endlich überwunden werden“, sagt Döring. Zentrale
Abschlussprüfungen seien dabei ein wesentliches Reformelement. Döring
weist zudem darauf hin, dass er sich mit seiner Forderung in
Übereinstimmung mit prominenten CDU-Politikern wie der
Bundesbildungsministerin Schavan und dem baden-württembergischen
Ministerpräsidenten Oettinger befindet. „Selbst im eigenen politischen
Lager ist die Landesregierung mit ihrem zähen Festhalten an föderaler
Gartenzaunmentalität im Bildungswesen zunehmend isoliert“, sagt der
Bildungsexperte.