Mit Bestürzung haben wir die gewaltsamen Ausschreitungen am gestrigen Tag zur Kenntnis genommen. Wir, als Juso-Hochschulgruppe, verurteilen jegliche Gewalt, die im Zusammenhang mit den friedlichen G8-Protesten steht. Diese Art des Protestes führt nicht zum erhofften Ziel, das sich die zehntausend friedlichen Globalisierungskritiker an die Fahnen geheftet haben.
Unter dem Motto „Eine andere Welt ist möglich!“ werden sich in den nächsten Wochen hunderttausende treffen und friedlich demonstrieren, denn sie haben auch allen Grund dazu. Die ungezügelte Globalisierung, die wir in den letzten Jahren erlebt haben, zeigt das wahre Gesicht des Kapitalismus. Allen neo-liberalen Träumereien, die diese Entwicklung als Chance sehen, sagen wir deutlich „Eine andere Welt ist möglich!“
Die ausbeuterische Politik der Industriestaaten und der gewinnmaximierenden Konzerne in Afrika, die Zerstörung der Umwelt, genmanipuliertes Essen, völkerrechtswidrige Kriege um Wirtschaftsinteressen durchzusetzen gehen einher mit der Globalisierung.
Die Globalisierung muss vom Menschen kontrolliert werden und darf nicht den Menschen kontrollieren. Das Treffen der G8 - Staaten hat die Möglichkeit diese Dinge zu verändern und genau dies fordern die Demonstranten und wir.
Die JHG Jena unterstützt zu 100% die friedlichen Demonstranten am Rande des Gipfels und hofft, dass die Krawalle von gestern eine Ausnahme bleiben.