Das Bündnis Geraer Schienenfernverkehr nimmt die Vereinbarung zwischen Bahn AG und Bundesregierung als Schritt in die richtige Richtung zur Kenntnis und begrüßt diesen. An den durch Geraer Wirtschaft, Politiker und Bürgerschaft formulierten Forderungen halte man jedoch auch in Zukunft fest.
„Wir sehen keinen Grund, sich zurückzulehnen, bis die MDV durchgängig im Abschnitt Weimar – Gera zweigleisig ausgebaut ist. Damit meinen wir vor allem die Teilstrecken Papiermühle-Hermsdorf und Töppeln-Gera, die schnellstmöglich umgesetzt werden müssen.
Das Bündnis Gera Schienenfernverkehr fordert die Bundesregierung und die Bundestagsabgeordneten aus Thüringen auf sich dafür einzusetzen, die Elektrifizierung im Abschnitt Weimar-Gößnitz aus der unteren Kategorie „weiterer Bedarf“ im Bundesverkehrswegeplan zu holen und diese höher zu priorisieren.“, so Bündnissprecher Wolfgang Lemb.
Das Land Thüringen solle dabei dem Vorbild der Deutschen Bahn folgen und die Vorplanungen für die genannten Abschnitte übernehmen. „Die Bahn ging mit der Planungsleistung zwischen Weimar und Stadtroda in Vorhand, obwohl die Finanzierung des Ausbaus noch nicht fest stand. Wir erwarten von der Landesregierung sich ebenso entschieden zum zweigleisigen Ausbau der weiteren Abschnitte bis nach Gera zu bekennen, dem Vorbild der Bahn zu folgen und die Planungsleistungen einschließlich der Elektrifizierung vorzufinanzieren. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit eines schnellen Ausbaus enorm.“, so Bündnissprecher Dieter Hausold.
„Dieses Vorgehen ist bei wichtigen Schienenausbauvorhaben auch in anderen Bundesländern üblich und erfolgreich. Die hierfür aufzubringenden Landesmittel sind auf der am stärksten nachgefragten innerthüringischen Strecke gut angelegt.“, so Hausold.
Das Bündnis Geraer Schienenfernverkehr kann dabei auf den Rückhalt der Geraer Stadtratsmitglieder vertrauen, die im vergangenen Jahr eine Resolution zu diesen Forderungen unterstützten.