Vor 60 Jahren befreiten amerikanische Truppen das Altenburger Land von der Diktatur des Nationalsozialismus. Über 1.000 jüdische Bürger, Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter verschiedener Nationalitäten sowie politische Gefangene verloren in der NS-Zeit im Landkreis unter grausamen Umständen ihr Leben, bevor am 15. April 1945 endlich auch Altenburg vom Joch des Hitler-Regimes entbürdet wurde.
Völkermord, Krieg und Zerstörung in Deutschland dürfen sich nie wiederholen! Umso erschreckender ist, dass die rechtsextremen Parteien deutschlandweit immer größeren Zulauf finden. Auch in Altenburg gibt es immer wieder Aufmärsche von Rechtsextremisten. Dagegen gilt es ein Zeichen zu setzen! Deshalb haben sich Bürgerinnen und Bürger, Parteien und Verbände im Altenburger Land zu einem Bündnis gegen Rechts zusammengeschlossen, um gemeinsam ihren Protest auszudrücken.
Es ist wichtig, Stellung zu beziehen. Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus müssen wir entgegen treten. Deshalb setzen wir unter dem Motto ?Gemeinsam gegen Rechts? ein sichtbares und positives Zeichen für Menschlichkeit, Weltoffenheit und Demokratie. Wir berufen uns auf die Grundrechte, die für alle gelten müssen. Das wichtigste dieser Grundrechte ist die Wahrung der Menschenwürde.
Gewalt sucht immer neue Opfer ? nicht nur Ausländerinnen und Ausländer brauchen deshalb unsere Solidarität und Unterstützung gegen eine alltägliche, wachsende Bedrohung. Setzen Sie gemeinsam mit uns am
Freitag, 15. April 2005
17 Uhr auf dem Markt Altenburg
ein Zeichen für Demokratie und Toleranz!
Unterzeichner des Aufrufes sind:
Landrat (Landratsamt)
Oberbürgermeister (Stadtverwaltung)
PDS
SPD
Jusos
CDU
Junge Union
Katholische und evangelische Kirche
DGB
Wirtschaftsverein
BdV
Seniorenbeirat
Kreisjugendring
Narrenschiff
Arbeitskreis Asyl